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Buch || Max Havelaar

Der Name Max Havelaar bezeichnet

  • ein Buch von Eduard Douwes Dekker (Multatuli) und den Namen der Hauptfigur, siehe Max Havelaar (Buch)
  • in Anlehnung an dieses Buch den Namen von Organisationen, die sich dem Fairen Handel verpflichtet fühlen, siehe Max Havelaar-Stiftung (Schweiz)

Trivialität sei || Jean-Baptiste Lepère

Jean-Baptiste Lepère (* 1761 in Paris; † 1844 in Paris) war ein französischer Architekt. Er war ein alter Begleiter von Napoléon Bonaparte und Schwiegervater des Architekten Jakob Ignaz Hittorff.

Sein wichtigstes Werk war die Kirche St. Vincent-de-Paul in Paris, außerdem war an der Aufstellung der Colonne Vendôme beteiligt.

Er wurde nach Ägypten geschickt, um zu überprüfen ob es möglich sei, einen Kanal zwischen dem Mittelmeer und dem Roten Meer durch das Nildelta zu bauen. Insebsondere sollte er herausfinden, ob der Höhenunterschied zwischen den beiden Meeresspiegeln für die Realiserung des Kanals gering genug sei.


Weblinks

Lepère, Jean-Baptiste
Lepère, Jean-Baptiste
Lepère, Jean-Baptiste
Lepère, Jean-Baptiste

Unter || Jule’s Undersea Lodge

Das Unterwasserhotel Jules´ Undersea Lodge war das erste Unterwasserhotel der Welt. Das in einer Mangrovenlagune liegende Hotel wurde im Jahre 1986 eröffnet. Es ist nach Jules Verne benannt, in Anspielung auf dessen Roman 20 000 Meilen unter den Meeren. Jules´ Undersea Lodge ist in Key Largo, Florida, USA neun Meter unter Wasser zu finden. Die Hauptattraktion in dem ehemaligen Wasserforschungslaboratorium sind Tauchunterricht sowie naturgeschichtliche Kurse unter Wasser.


Weiteres Unterwasserhotel

  • Hydropolis in Dubai, Fertigstellung unbekannt


Weblinks

http://www.jul.com/ - Jules’ Undersea Lodge

Buch || Sally Potter

Sally Potter (* 1949 in London, Großbritannien) ist eine englische Regisseurin, die zunächst auch als Sängerin der Feminist Improvising Group und in Lindsay Coopers Zyklus Oh Moscow aktiv war.


Filmografie

  • 1972: Combines
  • 1979: Thriller
  • 1983: Gold Diggers (The Gold Diggers) - (Regie, Buch, Schnitt)
  • 1986: Tears, Laughter, Fears and Rage
  • 1987: The London Story
  • 1988: I am an Ox, I am a Horse, I am a Man, I am a Woman
  • 1992: Orlando nach dem gleichnamigen Roman von Virginia Woolf - (Regie, Buch, Musik)
  • 1997: Tango-Fieber (The Tango Lesson) - (Darstellerin, Musik, Buch, Regie)
  • 2000: In stürmischen Zeiten (The Man Who Cried) - (Regie, Buch)
  • 2004: Yes - (Regie, Buch, Musik)


Weblinks

  • Sally Potters Website http://www.sallypotter.com/
  • Sally Potters Website zu “YES” http://www.yesthemovie.com/index.jsp
  • Yes - Filmrezension auf Wortgestöber.de: „Poetische Dreckberaterin“

Potter, Sally
Potter, Sally
Potter, Sally
Potter, Sally

Klebebindung geheftet || Buchblock

Der Buchblock besteht aus den bedruckten, gefalzten, klebegebundenen oder fadengehefteten und beschnittenen einzelnen Blättern eines Buches.

Vorher wurden die Seiten in der Buchbinderei zusammengetragen. Für die Fertigstellung des Buches oder der Broschur hängt man den Buchblock in eine Buchdecke oder in einen Buchumschlag ein. So wird der Buchblock mit dem Einband verbunden.

Die Bestandteile des Buchblocks sind:

  • das bedruckte und geklebte oder fadengeheftetes Papier
  • das Verstärkungsmaterial
  • das Kapitalband
  • das Vorsatz
  • die Hinterklebung
  • das Leseband

Siehe auch: Buchrücken, Schnittverzierung, Buchbinden, Bucheinband, Buchherstellung

Gebunden oder als || Dynamische Instabilität

Unter Dynamischer Instabilität versteht man den dynamischen Auf- und Abbau von Mikrotubuli.

Mikrotubuli besitzen ein positives Ende am Rand der Zelle (Zellperipherie) sowie ein negatives Ende im „microtubule organizing center“ (MTOC) nahe dem Zellkern.

Unter geeigneten Bedingungen lagern sich einzelne Tubulinmoleküle mit fest gebundenem Guanosintriphosphat (GTP) an das positive Ende der Mikrotubuli an, wodurch diese wachsen (Polymerisation). Nach kurzer Zeit wird das GTP per Hydrolyse zu Guanosindiphosphat (GDP) abgebaut. Es bleibt jedoch weiterhin an das Tubulin gebunden. Hierdurch entsteht eine Kappe aus GTP-Tubulinen auf der positiven Seite der Mikrotubuli, auf die in Richtung des negativen Endes eine lange Kette aus GDP-Tubulinen folgt (siehe Grafik links).

Der Abbau (Depolymerisierung) findet statt, wenn die Hydrolyse schneller voranschreitet als neues GTP-Tubulin gebunden wird. In diesem Fall kann es passieren, dass das GTP des letzten Tubulinmoleküls in der Kette zu GDP zerfällt, wodurch der Mikrotubulus rapide depolymerisiert (engl. catastrophe). Die Depolymerisation wird erst dann unterbrochen, wenn ein neues GTP-Tubulin an den zerfallenden Strang bindet und sich eine neue GTP-Tubulin-Kappe ausbildet (engl. rescue, siehe Grafik rechts).

Dynamische Instabilität

Buch || Franziska Buch

Franziska Buch (*15. November 1960 in Stuttgart) ist eine deutsche Regisseurin und Drehbuchautorin. Seit 2002 leitet sie die Drehbuchabteilung der Filmakademie Baden-Württemberg.


Filme


Regie und Drehbuch

  • 2007 Angsthasen
  • 2004 Bibi Blocksberg und das Geheimnis der blauen Eulen
  • 2003 Unsre Mutter ist halt anders (TV)
  • 2001 Emil und die Detektive
  • 1999 Verschwinde von hier (TV)
  • 1992 Die Ungewisse Lage des Paradieses


Drehbuch

  • 2005 Schiller (TV)
  • 2003 Das fliegende Klassenzimmer


Weblinks

Buch, Franziska
Buch, Franziska
Buch, Franziska
Buch, Franziska
Buch, Franziska

Fläche für Notizen || Flächendeckung

Eine Flächendeckung bezeichnet die restlose Abdeckung einer Fläche, zum Beispiel mit Mustern, Ornamenten, Waren, Strahlen etc.

Geometrie:

  • Lückenlose Parkettierung (engl. tiling) einer Fläche (euklidische Ebene) mit regulären Vielecken ohne Überschneidungen.(Beispiele: Natur - Bienenwaben, Penrose-Muster)
  • Parkettierung einer Fläche mit verschieden Vielecken. (Mosaik)

Man unterscheidet dabei die periodische und nichtperiodische Parkettierung.

Ein Notizbuch ist || André Kostolany

André (Bertholomew) Kostolany (* 9. Februar 1906 in Budapest; † 14. September 1999 in Paris) war ein Finanzexperte, Journalist, Schriftsteller und Spekulant ungarischer Herkunft.

Kostolany stammte aus einer wohlhabenden, jüdischen Industriellenfamilie. Er war römisch-katholisch getauft und wollte zunächst Kunstkritiker werden. Er studierte Philosophie und Kunstgeschichte und absolvierte dann auf Wunsch seiner Familie ab Mitte der 1920er Jahre eine Lehre bei dem französischen Börsenmakler Adrien Perquel. Die Familie flüchtete nach Beginn des 2. Weltkriegs 1940 in die USA. Dort wurde Kostolany zwischen 1941 und 1950 Generaldirektor, Präsident und Hauptaktionär der G. Ballai and Cie Financing Company. Ab 1950 lebte er in Paris, München und an der Côte d’Azur.

Den Status eines Börsengurus erwarb sich Kostolany als Spekulant und durch seine zahlreichen Bücher, Kolumnen, Vorträge und Seminare zum Thema Börse. Er selbst wehrte sich jedoch gegen diese Bezeichnung. Insgesamt schrieb er 13 Bücher, die in acht Sprachen übersetzt und rund drei Millionen Mal verkauft wurden. Im deutschen Finanz-Magazin Capital veröffentlichte er 414 Kolumnen. Vorträge und Fernsehauftritte hatte er unter anderem auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos und in der Harald Schmidt Show. Vielen Deutschen ist er aus einer Audi-Werbung bekannt, die Ende der 1990er Jahre lief (”Denken Sie mal über Aluminiumaktien nach”). Zusammen mit Gottfried Heller war er Mitbegründer der Münchener Vermögensverwaltung FIDUKA. Dort arbeitete er auch lange Jahre von seinem Münchener Büro aus.

thumb|200px|Handschriftliche Widmung von André Kostolany


Thesen zur Golddeckung

Kostolany war ein vehementer Verfechter der These, dass der Goldpreis von den Währungen abgekoppelt sein müsse, weil sonst die Wirtschaft Schaden nehme.


Zitate

Berühmt ist Kostolany auch für seine Börsenweisheiten, die immer wieder gerne von Börsenkommentatoren und in Beiträgen in Internet-Diskussionsforen zitiert werden. Eine Sammlung seiner Zitate findet sich hier: André Kostolany


Werke

  • Der Friede, den der Dollar bringt (1957)
  • Das ist die Börse (1961)
  • Geld, das große Abenteuer (1972), ISBN 3-420-04642-1 und ISBN 3-922669-39-5 (Neuauflage 2000)
  • … und was macht der Dollar? Im Irrgarten der Währungsspekulationen (1987)
  • Kostolanys Börsenpsychologie, Econ Verlag, (1991), ISBN 3-430-15637-8
  • Die Kunst über Geld nachzudenken (2000)
  • Geld und Börse - die Kunst, ein Vermögen zu machen (2000), ISBN 3-548-35481-5
  • Kostolanys Börsenseminar (1986), ISBN 3-430-15625-4
  • Kostolanys beste Tips für Geldanleger
  • Kostolanys Bilanz der Zukunft
  • Kostolanys beste Geldgeschichten
  • Kostolany’s Wunderland von Geld und Börse
  • Kostolanys Notizbuch
  • Weisheit eines Spekulanten. Im Gespräch mit Johannes Gross


Siehe auch

  • Value Investing
  • Warren Buffett
  • Carl Icahn


Weblinks

  • André Kostolany – der Gentleman-Spekulant

Kostolany, Andre
Kostolany, Andre
Kostolany, Andre
Kostolany, Andre
Kostolany, Andre
Kostolany, Andre
Kostolany, Andre

Notizbuch || Adelheid Streidel

Adelheid Streidel (* 1948) verübte 1990 ein Messerattentat, bei dem der damalige Kanzlerkandidat der SPD, Oskar Lafontaine, lebensgefährlich verletzt wurde.


Vorgeschichte

Die ehemalige Arzthelferin aus Ahrweiler-Heppingen wurde bereits in den frühen 1980ern mehrfach psychiatrisch behandelt, blieb aber verhaltensauffällig. So plakatierte sie beispielsweise an ihrem Wohnort Aufrufe “Gegen Menschentötungsfabriken, Menschenlager mit Todesfolge der Bonner Regierung und auf der ganzen Erde” (zit. nach. Der Spiegel 18/1990). Nach einer versuchten Brandstiftung wurde Streidel 1986 mit paranoider Schizophrenie diagnostiziert. Die folgende Medikamentierung setzte sie im Mai 1989 ab, worauf sich ihr Zustand verschlechterte bis zu einem Selbsttötungsversuch im Dezember des Jahres. Die Schwester Streidels bemühte sich um die gerichtliche Übertragung der Pflegschaft und somit um eine stationäre Unterbringung. Über diese war jedoch bis zum Tatzeitpunkt noch nicht entschieden worden.


Motive

Adelheid Streidel litt durch ihre Psychose unter Wahnvorstellungen. Sie glaubte, dass mit Wissen der Politik in Höhlen unter der Erdoberfläche geheime Lager existierten, in denen Menschen industriell zu Konserven verarbeitet oder umoperiert und zu willenlosen Befehlsempfängern umprogrammiert würden. Sie sah es als ihre Aufgabe an, die Öffentlichkeit darauf aufmerksam zu machen. Um die nötige Aufmerksamkeit zu gewinnen, wollte sie das öffentliche Interesse durch die Tötung eines Spitzenpolitikers auf sich ziehen.


Tatvorbereitungen

Nach späterer Aussage habe sie den Attentatsplan zum Weihnachtsfest 1989 gefasst, allerdings noch ohne ein bestimmtes Opfer auszuwählen. So ließ sie sich von allen größeren Parteien die Termine der Wahlkampfveranstaltungen mitteilen und notierte auch die Namen Helmut Kohls, Norbert Blüms und Hans-Dietrich Genschers in ihr Notizbuch. Zeugen wollten sie später auf einer Wahlkampfveranstaltung Kohls sowie bei einem Auftritt Lafontaines in Bochum gesehen haben.

Um den Jahreswechsel 1989/1990 versuchte Streidel in den Besitz einer Schusswaffe zu gelangen. Als dies nicht gelang, kaufte Streidel Mitte April zwei Küchenmesser.


Attentat auf Lafontaine

Am 25. April 1990 nahm Streidel in Köln-Mülheim an einer Wahlkampfveranstaltung mit Johannes Rau und Oskar Lafontaine teil. Wegen ihrer Aufmachung - zu ihrem wie üblich blassgeschminkten Gesicht trug sie ein weißes Kleid - wurde sie in Presseberichten nach der Tat auch als “die Frau in weiß” bezeichnet. Sie führte zwei Blumensträuße mit sich, in denen eines der Küchenmesser verborgen war.

Streidel scheiterte mit dem Vorhaben, vor Beginn der Veranstaltung auf das Podium zu gelangen. Der Vorwand, sie wolle sich ein Autogramm geben lassen, wurde von anwesenden Polizeibeamten unter Verweis auf geltende Anweisungen abschlägig beschieden. Nach dem Ende der Veranstaltung gegen 20.45 Uhr wurde jedoch ein Kamerateam des Bayerischen Rundfunks auf das Podium vorgelassen. Da Streidel Blumen bei sich trug, wurde ihr nun gewährt, die Bühne zu betreten, damit sie vor der Kamera die Sträuße überreiche.

Später erklärte Streidel, dass Lafontaine das Opfer wurde, weil Rau ungünstiger stand. Nachdem sie Lafontaine ihren Notizblock reichte, um diesen kurz abzulenken, zückte Streidel das Messer, stach es ihm in die rechte Halsseite und verfehlte die Halsschlagader um Millimeter.

Lafontaine, der zuerst nicht transportfähig war, verlor etwa drei Liter Blut und wurde in einer zweistündigen Notoperation in der Universitätsklinik Köln gerettet. Streidel ließ sich nach der Tat widerstandslos festnehmen und wurde bereits am nächsten Tag auf richterlichen Beschluss in der geschlossenen Abteilung der psychiatrischen Abteilung der Rheinischen Kliniken Düren untergebracht.

Notieren || Knotenpotentialverfahren

Als Knotenpotentialverfahren bezeichnet man ein in der Elektrotechnik verwendetes Verfahren zur Netzwerkanalyse. Mit dieser Methode lassen sich die Knotenpotentiale bestimmen. Denn jedes elektrische Netzwerk aus linearen Bauelementen lässt sich auf diese Weise durch ein lineares Gleichungssystem beschreiben und berechnen.


Das Knotenpotentialverfahren

Das Knotenpotentialverfahren ist in der Elektrotechnik das duale Verfahren zum Maschenstromverfahren zur Analyse linearer elektrischer Netzwerke. Beim Knotenpotentialverfahren liegt analog zum Maschenstromverfahren ein Lineares Elektrisches Netzwerk in vereinfachter Form vor, das heißt, es wurden schon durch Reihen-/Parallelumformung sämtliche Reihenwiderstände zusammengefasst zu einem Ersatzwiderstand. Theoretisch ist es möglich, das Knotenpotentialverfahren auch anzuwenden, wenn das zu analysierende Neztwerk noch Parallelschaltungen enthält. Oftmals werden aber auch diese zu einem Ersatzwiderstand zusammengefasst. Im Gegensatz zum Maschenstromverfahren werden beim Knotenpotentialverfahren keine Zweigströme, sondern Potentiale (sog. Knotenpotentiale) berechnet. Über die Differenz zweier Knotenpotentiale lassen sich dann Spannungen entlang der Strompfade berechnen. Ein weiterer Unterschied zum Maschenstromverfahren ist, dass beim Knotenpotentialverfahren das Netzwerk nicht in Widerstandsform, sondern in Form von Leitwerten, also den Kehrwerten der einzelnen Widerstände, vorliegt. Dadurch lassen sich durch Multiplikation von Leitwerten und den Spannungsabfällen entlang der Strompfade die Zweigströme berechnen, wodurch das Netzwerk eindeutig analysiert ist. Noch zu bemerken ist, dass als weiterer Unterschied zum Maschenstromverfahren das zu analysierende Netzwerk beim Knotenpotentialverfahren keine Spannungsquellen sondern Stromquellen enthält. Die Anzahl der Gleichungen des Linearen Gleichungssystems beim Knotenpotentialverfahren ist stets exakt die Anzahl der Knoten minus eins (=Anzahl der linear unabhängigen Knotengleichungen, s. unten).

Der genaue Algorithmus der Netzwerkanalyse durch das Knotenpotentialverfahren wird nun im folgenden beschrieben:

Wir betrachten ein lineares Widerstandsnetzwerk, welches zuvor dergestalt vereinfacht und umgeformt wurde, dass dieses nun nur noch Stromquellen, Leitwerte und zunächst unbekannte Knotenpotentiale enthält. Als erstes werden die Knoten des Netzwerkes (üblicherweise) durch Großbuchstaben gekennzeichnet. Danach legt man einen Bezugsknoten und damit ein Bezugspotential fest. Der Bezugsknoten wird üblicherweise durch das sog. Massepotential-Symbol gekennzeichnet. Nun stellt man eine Leitwertmatrix nach folgendem Prinzip auf: Auf der Hauptdiagonalen stehen die Summenleitwerte. Dies sind alle Leitwerte, die einseitig mit ein und demselben Knoten verbunden werden. Diese Leitwerte werden addiert und auf der entsprechenden Hauptdiagonalposition, welche den betrachteten Knoten repräsentiert, aufgeschrieben. Auf den restlichen Positionen der Leitwertematrix stehen die sog. Koppelleitwerte. Diese sind diejenigen Leitwerte, die zwei verschiedene Knoten bzw. Potentiale verbinden. Der Betrag der Koppelleitwerte ist stets negativ. Da nun die Leitwertmatrix komplett ist, wird im nächsten Schritt die rechte Seite der Matrizengleichung, nämlich die so genannten eingeprägten Ströme definiert. Dabei wird ein dem Knoten zufließender Strom positiv und ein vom Knoten abfließender Strom negativ gerechnet (es geht auch anders herum, es muss nur vorher fest vereinbart werden) und es wird auf der entsprechenden Position die so entstehende Summe aller Ströme, die an einem bestimmten Knoten zu finden sind, aufgeschrieben. Das so entstandene Lineare Gleichungssystem eignet sich nun hervorragend zur computerunterstützten Berechnung des Lösungsvektors. Das Knotenpotentialverfahren bildet darüber hinaus die Basis der meisten Rechnerprogramme zur Analyse Linearer Elektrischer Netzwerke, da das Lineare Gleichungssystem des Knotenpotentialverfahrens leichter aufgestellt werden kann (und dadurch ein einfacherer Algorithmus zum Aufstellen der Gleichungen programmiert werden kann) als beim Maschenstromverfahren (wo zunächst das Netzwerk grpahentehoretisch noch nach einem vollständigen Baum abgesucht werden muss etc.). Allerdings ist die optimale Auswahl des zu verwendenden Netzwerkanalyseverfahrens abhängig von der Struktur des Netzwerkes (Anzahl der Zweige veglichen mit der Anzahl der Knoten), und in der Praxis nicht immer ganz einfach.

Noch ein Wort zum Aufbau der Leitwertmatrix: Die Elemente der Matrix repräsentieren jeweils eine Verbindung im Netzwerk zwischen zwei verschiedenen Knoten. So bezeichnet etwa das Element a₁₃ die Summe aller Leitwerte zwischen Knoten A(=1) und C(=3). die Hauptdiagonalelemente aii bezeichnet so gesehen eine Verbindung eines Knotens mit sich selbst (was nicht möglich ist), entsprechen bei der Berechnung aber exakt der Summe aller Leitwerte, die gewissermaßen „mit einem Bein“ an diesem Knoten hängen, die also einseitig mit dem Knoten i verbunden sind. die Zeilen des Vektors auf der rechten Seite der Gleichung entsprechen dabei dem Buchstaben bzw. der Nummer des jeweilig betrachteten Knoten.


Das Verfahren in Kurzform

  • 1. Schritt:
Sämtliche Widerstände in Leitwerte umrechnen, sämtliche Spannungsquellen mittels des Ersatzquellensatzes in äquivalente Stromquellen umrechnen,
  • 2. Schritt:
Bezugsknoten festlegen (Masse),
  • 3. Schritt:
Matrix aufstellen: Auf der Hauptdiagonalen die Summenleitwerte notieren, auf den restlichen Positionen die Koppelleitwerte eintragen, letztere stets negativ,
  • 4. Schritt:
Rechte Seite der Matrixgleichung festlegen: Alle eingeprägten Ströme pro Knoten notieren, positiv, wenn zufließend, negativ, wenn abfließend,
  • 5. Schritt:
Gleichungssystem (z. B.) durch Gaußsches Eliminationsverfahren lösen (unbekannte Knotenpotentiale berechnen),
  • Letzter Schritt:
Zweigströme durch Bildung der entsprechenden Potentialdifferenzen, multipliziert mit den Zweigleitwerten, berechnen,.


Die Anzahl der Linear unabhängigen Knotengleichungen eines Linearen elektrischen Netzwerkes.

Im Text weiter oben wurde behauptet, dass die Anzahl der linear unabhängigen Knotengleichungen eines Linearen elektrischen Netzwerkes k gleich der Anzahl der Knoten n des Netzwerkes ist minus eins (k=n-1). Wie kann man das beweisen? Nun, wenn man sich ein beliebiges lineares elektrisches Neztwerk betrachtet, so stellt man unter Anwendung der Kirchhoffschen Regeln folgendes fest: Bildet man bei n Knoten sämtliche strombezogenen Knotengleichungen (Kirchhoff: :<math>\Sigma I_k = 0</math>) so findet man, dass man insgesamt jeden Strom zweimal in der Rechnung hat, nämlich einmal zufließend, und einmal abfließend. Addiert man alle Knotengleichungen, das heißt bildet man „die Summe über die Summe“ aller Knotenströme, so ist das Ergebnis sicher 0, da jeder Strom wiederum zweimal, zufließend und abfließend (also mit entgegengesetztem Vorzeichen, aber gleichem Betrag) addiert wird, wodurch sich alle Ströme quasi selbst eliminieren. Lässt man bei der Bildung dieser Doppelsumme einen Knoten weg, so erhält man exakt die Knotengleichung des weggelassenen Knotens (allerdings alle Ströme mit umgekehrtem Vorzeichen), da gerade diese Ströme in der Summe nur einmal vorkommen und sich nicht zu Null eliminieren können. Damit ist mindestens eine Knotengleichung linear abhängig (wobei es egal ist, welchen Knoten man weglässt). Die nun verbleibenden restlichen n-1-Knoten müssen allerdings zwangsläufig linear unabhängig sein, da die Bildung der Knotensumme eines anderen Knotens nicht durch eine Linearkombination der verbleibenden n-1-Knotensummen möglich ist, da ja gerade hierfür die Ströme des „weggelassenen Knotens“ gebraucht würden, um sich, zumindest zum Teil, selbst zu eliminieren (damit lediglich die Ströme des zweiten betrachteten Knotens übrig bleiben).
Damit folgt, dass die Anzahl der linear unabhängigen Knotengleichungen eines beliebigen linearen elektrischen Netzwerkes stets genau die Anzahl der Knoten minus eins ist, also: k=n-1.


Das Lineare Gleichungssystem in Matrixform

<math>
 \begin{pmatrix}
   G_{11} &-G_{12} & ... & -G_{1n} \\
  -G_{21} & G_{22} & ... & -G_{2n} \\
            ... & ... & ... & ... \\
  -G_{n1} &-G_{n2}  & ... & G_{nn}
 \end{pmatrix}

\cdot

 \begin{pmatrix}
   U_{A} \\
   U_{B} \\
   ... \\
   U_{X}
 \end{pmatrix}

=

 \begin{pmatrix}
   I_{A} \\
   I_{B} \\
   ... \\
   I_{X}
 \end{pmatrix}

</math>

Hierbei ist noch zu erwähnen, dass es sich bei der Leitwertmatrix um eine symmetrische Matrix handelt: Natürlich sind die Koppelleitwerte G23 und G32 identisch, genauso wie G15 und G51, da es sich immer um die Koppelleitwerte zwischen den Potentialen zwischen den Knoten 2 und 3 (=B und C) und 1 und 5 (=A und E) handelt, also um ein und den selben Koppelleitwert, der zwei Potentiale miteinander verbindet. Außerdem sei nochmal darauf hingewiesen, dass eben all diese Koppelleitwerte negativ sind.


Siehe auch

Maschenstromverfahren

Buch || Nevi’im

Neviim oder Nebiim (hebräisch: נביאים Propheten) bezeichnet die Prophetenbücher im jüdischen Tanach. Sie entstanden nach der Tora, etwa in den Jahren 750 v. Chr. bis 500 v. Chr. Sie werden in die frühen Propheten (Josua, Richter, Samuel, Könige), die eine frühe Geschichte des Volkes Israel darstellen, und die späten Propheten unterteilt.

Die späten Propheten umfassen Jesaja, Jeremia, Ezechiel (in drei Büchern) sowie die 12 kleinen Propheten:

  • Hosea,
  • Joel,
  • Amos,
  • Obadja,
  • Jona,
  • Micha,
  • Nahum,
  • Habakuk,
  • Zefanja,
  • Haggai,
  • Sacharja,
  • Maleachi in einem Buch.


Siehe auch

  • Ketubim

Seinem || Gatterlaufzeit

Die in der Digital- und Elektrotechnik verwendeten Bauteile haben eine ihnen innewohnende, baulich bedingte Laufzeit. Das bedeutet, dass das Bauteil (Gatter) auf eine Änderung an seinem Eingang erst nach gewisser Zeit an seinem Ausgang reagiert. Ein besonderes Problem ist, dass sogar baugleiche Gatter geringfügig unterschiedliche Laufzeiten haben. Die Folge davon können Glitches sein.

Gatterlaufzeiten in digitalen Systemen bewegen sich üblicherweise im Bereich 100 ps bis 100 ns.

Konkrete Methoden zur Ermittlung von Gesamtlaufzeiten durch beliebige Netzwerke stellt die sog. Laufzeittoleranzrechung bereit.

Bekannte || Miyazawa

Miyazawa ist ein japanischer Nachname. Bekannte Namensträger sind:

  • Kenji Miyazawa, japanischer Autor und Dichter
  • Kiichi Miyazawa, japanischer Premierminister
  • Rie Miyazawa, japanische Schauspielerin
  • Takeshi Miyazawa, kanadischer Comiczeichner

Notizen || Führungskräfteentwicklung

Die Führungskräfteentwicklung ist der Teilbereich der Personalentwicklung, der sich mit der Förderung von Führungskompetenzen befasst. Zielgruppe können sowohl bestehende Führungskräfte, als auch Nachwuchsführungskräfte sein.

Häufige Themen sind

  1. die Erarbeitung eines eigenen Selbstverständnisses als Führungskraft (Führungsrolle)
  2. die Anwendung von Führungsinstrumenten (z.B. Mitarbeiter- und Konfliktgespräche, Besprechungen, Zielvereinbarungen)
  3. kommunikative Herausforderungen
  4. der Umgang mit Konflikten
  5. der zielgerichtete Einsatz von Problemlösetechniken

Es können theoretisch alle Methoden der Personalentwicklung auch zur Führungskräfteentwicklung verwendet werden. Eine besondere Bedeutung kommt dem Coaching zu, das fast ausschließlich für die Zielgruppe Führungskräfte eingesetzt wird.


Siehe auch

  • Asymmetrische Information
  • Coaching
  • Diskussion
  • Interaktion
  • Kommunikation
  • Kommunikationssoziologie
  • Metabotschaft
  • Metakommunikative Kompetenz
  • Mediation
  • Probleme der Kommunikation
  • Problemlösen
  • Verkaufspsychologie


Weblinks

  • Ressourcen, Kreativität und Umgang mit Zielen bei Führungskräften
  • Ratschläge für einen schlechten Kritiker
  • Sozialkompetenz und Führen

Erzählt in || St. Margaret’s Chapel

Die St. Margaret’s Chapel ist das älteste noch erhaltene Gebäude in Edinburgh, Schottland.

Es wurde im 11. Jahrhundert erbaut. Es zählt zu einem der am besten noch erhaltenen Bauwerken aus der Epoche der Norman Style in Großbritannien.

Die Legende erzählt, dass Königin Margareta von Schottland in dieser Kapelle getauft wurde, neue Forschungen zeigen aber, dass die Kapelle erst von ihrem vierten Sohn David, welcher 1124 König von Schottland wurde, gebaut wurde.

Dass || Warnechin

Warnechin (* um 700; † um 757) war ein westfälischer Häuptling und verheiratet mit Gunilda von Rügen. Es gibt Vermutungen, dass die Abstammung des Warnechin auf das Geschlecht der Merowinger zurückgeht und König Childerich ein direkter Vorfahre von Warnechin zu sein scheint. Dazu passt die Annahme, dass die Merowinger auf die Sugambrer, einen germanischen Volksstamm im Sauerland zurückzuführen sind.


Kinder

  • Widukind
  • Imhild

Notizbuch || Karl-Buchrucker-Preis

Der Karl-Buchrucker-Preis wird seit dem Jahr 2001 jedes Jahr von der Inneren Mission München vergeben für Veröffentlichungen, die sich in besonderer Weise mit sozialen und diakonischen Themen befassen.

Ziel des Karl-Buchrucker-Preises ist es, den Stellenwert sozialer und diakonischer Arbeit in der Öffentlichkeit zu fördern. Daher zeichnet die Innere Mission mit diesem Preis Veröffentlichungen aus, die sich mit sozialen und diakonischen Themen beschäftigen bzw. zu deren Diskussion anregen und einen Münchenbezug haben. Der Preis ist jährlich mit insgesamt 11.000 Euro dotiert.
Die Jury besteht aus namhaften Experten aus den Bereichen Publizistik, Kunst, Kirche und Medien. Die Preisverleihung findet jeweils im März eines Jahres statt, um an die Gründung der Inneren Mission München am 23. März 1884 zu erinnern.


Namensgeber

Der Preis ist nach dem lutherischen Theologen Karl Buchrucker benannt, der 1884 in München die Innere Mission gründete.


Preisträger

2006
Hauptpreis:
Ariela Bogenberger für Marias letzte Reise
(Bayerisches Fernsehen)
weitere Preise:
Tanja Rest für die Reportage “Aufsatz ist nicht unsere Stärke” (Süddeutsche Zeitung)
Erol Gurian für den Foto-Essay “Die Witwen von Srebrenica“ (Zenith).

2005
Hauptpreis:
Bernd Kastner für Sozialreportagen im Lokalteil
(Süddeutsche Zeitung)
weitere Preise:
Uta Claus für den Film “Mein Schatz bleibt bei mir” (ZDF, 37 Grad)
Gerhard Born für die Evangelische Morgenfeier “Sparen muss sein – aber nicht an der Liebe” (Bayerischer Rundfunk).

2004
Hauptpreis:
Redaktion “Das Notizbuch” des Bayerischen Rundfunks für “Menschen mit Behinderungen” (Bayerischer Rundfunk, B2)
weitere Preise:
Claudia Fromme für das Portrait “Die Berührbare”
(Süddeutsche Zeitung)
Alexia Späth für “Ohne Pass und Papiere: Illegal in Deutschland” (Bayerisches Fernsehen).

2003
Hauptpreis:
Rita Homfeldt für “Phönix aus der Asche – Autisten spielen Theater” (Bayerischer Rundfunk, B2)
weitere Preise:
Gabriela Sperl / Christian Wagner für den Spielfilm “ghettokids” (Bayerisches Fernsehen)
Christiane Tramitz für die Reportage “Zerrupfte Paradiesvögel”

2002
Hauptpreis:
Gunther Franke für den Spielfilm “Ich verstehe, was du fühlst. – Über den Umgang mit alten verwirrten Menschen” (Bayerisches Fernsehen)
weitere Preise:
Nele Ströbel für die Installation “Sonnenhof” in der Kindertagesstätte Neuhausen
Santiago Sierra für die Video-Installation “Performances”.

2001
Hauptpreis:
Max Kronawitter für den Spielfilm “1000 Jahre möchte ich alt werden!” (Bayerisches Fernsehen)
weitere Preise:
Dorlies Landwehr für die Hörfunkreportage “Beistand im Knast – Seelsorge im Frauenstrafvollzug” (Bayerischer Rundfunk, B2)
Cécile Prinzbach für “Vaterbilder – Papa kann das auch!” (BISS)


Weblinks

  • Karl-Buchrucker-Preis

Buch || Verschwende deine Jugend

Verschwende deine Jugend ist der Titel

  • des Buches Verschwende Deine Jugend von Jürgen Teipel
  • der parallel zu obigen Buch erschienenen CD Verschwende Deine Jugend (CD)
  • des Spielfilms Verschwende deine Jugend von Benjamin Quabeck