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Notizbuch || Brief Lives

Die Brief Lives sind eine von John Aubrey verfasste Sammlung von Kurzbiografien von Persönlichkeiten aus der Elisabethanischen Epoche und Zeitgenossen Aubreys aus dem späten 17. Jahrhundert.

Aubrey sollte für den Altertumsforscher Anthony Wood biografische Informationen sammeln. Dieser hatte vor, ein Buch über alle bekannten Persönlichkeiten, die in Oxford gewesen waren oder dort studiert hatten, zu verfassen. Mit der Zeit wurde aus der Zuarbeit ein eigenes Projekt.

John Aubrey versuchte, jedes Detail, jede Marotte und sogar jede Form von Klatsch über die Personen herauszufinden und sich zu merken. Er war so engagiert, dass er nicht nur bedeutenden Personen - im Werk finden sich unter anderem Biografien von William Shakespeare, Francis Bacon, Robert Boyle, John Dee, Sir Walter Raleigh, Edmund Halley oder Ben Jonson - sondern auch einfache Leute aus seinem Umfeld in sein Notizbuch aufnimmt. Dieses Manuskript, ohne erkennbare Ordnung völlig chaotisch, wurde erst posthum in lesbare Form gebracht und veröffentlicht. Die Originalnotizen werden heute in der Bodleian Library aufbewahrt.

Nachdem sie jahrelang umstritten waren, gelten die Brief Lives heute als ein bedeutender Teil der Erforschung des ausgehenden 17. Jahrhunderts und der damaligen britischen Nation

Der britische Schauspieler und Autor Patrick Garland hat 1967 ein Stück basierend auf den Brief Lives verfasst und inszeniert.


Weblinks

  • Seite über John Aubrey inklusive Ausschnitte aus den Brief Lives
  • Seite bei BR-Online

Mit Klemmvorrichtung liniert || Floyd Rose

thumb|right|Floyd Rose
Das Floyd Rose ist ein Vibratosystem, auch oft fälschlicherweise Tremolo genannt, für E-Gitarren. Beliebt ist es vorwiegend in der Heavy-Metal-Szene, da es extreme Bendings und Effekte unterstützt und dabei besonders stabil gegen Verstimmungen bleibt.

Die Stimmstabilität und die weite Range unterscheiden dieses Vibratosystem von anderen Varianten wie z. B. dem Bigsby.

Das Floyd Rose Vibratosystem wird eher bei moderneren Modellen verwendet wie zum Beispiel von Ibanez, Dean und ESP Gitarren, die auch in den typischen Musikrichtungen vorwiegend verwendet werden. Seltener kommt es zum Einsatz auf traditionellere Modellen wie zum Beispiel von Fender oder Gibson.

Erfunden wurde das Floyd Rose gegen Ende der 1970er-Jahre von Floyd D. Rose. Exzessiven Gebrauch vom Floyd Rose Vibrato machen zum Beispiel Steve Vai, Joe Satriani oder Eddie van Halen.


Aufbau

  1. Saddle
  2. String Holder Block oder Saddle Block
  3. Intonation Screws
  4. Fine Tuners
  5. Tremolo Arm
  6. Mutter
  7. String Retainer
  8. Feder
  9. Spring Claw Hook
  10. Allen wrenches


Funktionsweise

Durch Drücken des Hebels kann die Saitenspannung und damit deren Stimmung gesenkt werden. Bei sogenannten dive bombs, der extremen Variante, kann die Stimmung über mehrere Oktaven gesenkt werden. Durch Ziehen des Hebels kann die Stimmung um bis zu zwei Ganztöne angehoben werden. Beim Loslassen des Hebels bringen Stahlfedern den Steg wieder in die Ausgangsposition zurück.

Stimmstabilität wird zum einen dadurch erreicht, dass die Saiten am Sattel festgeklemmt werden, wodurch einem Schlupf an den Stimmmechaniken entgegen gewirkt wird. Im Gegensatz zu anderen Systemen wie dem von Kahler vereinigt der Floyd Rose Klemmsattel den traditionellen Sattel und die Klemmvorrichtung in einem Bauteil.

Des weiteren werden die Saiten ohne Ballend in den Steg geklemmt.
Das Ballend ist ein Messing Röllchen, um das die Saite geschlungen und mit sich selbst verdrillt wird.
Um die Saite zu befestigen wird bei normalen Gitarrenstegen eben dieses Ballend in eine Öse gehängt.
Unter wechselnder Zugbelastung der Saite neigt die Verdrillung dazu zu verrutschen (Schlupf), was eine Verstimmung der Saite zur Folge hat. Das direkte Einklemmen der Saite eliminiert diese weitere Quelle für Verstimmung und ist die herausragende Eigenschaft des Floyd Rose. Das Kahler System bietet diesen Vorteil nicht und verlor wahrscheinlich deshalb in den späten 1980 Jahren einen Großteil seines Marktanteils. Schließlich baute Gary Kahler sogar Kopien des Floyd Rose!

Vibrato System haben die unangenehme Eigenschaft Saiten schnell zu verschleißen. Wie bereits erwähnt hat Floyd Rose das Ballend eliminiert um dies zu verhindern. Jedoch reissen Saiten auch häufig am Intonationspunkt, d.h. dem Punkt auf dem die Saite am Steg aufliegt. Entscheidend für die Lebensdauer der Saite am Intonationspunkt ist der Abstand zwischen der Befestigungs- bzw. Klemmvorrichtung und dem Intonationspunkt des Saitenreiters am Steg. Je kleiner dieser Abstand ist, desto weniger weit wird die Saite über den Intonationspunkt bewegt, wenn sich die Saitenspannung und Länge bei Benutzung des Vibrato Systems ändern. Diese Bewegung ist mit Reibung verbunden, die die Saite regelrecht durchscheuert und schliesslich reissen läßt. Beim Floyd Rose beträgt dieser Abstand nicht einmal einen Zentimeter.

Alternative Konstruktionen wie das Kahler System, die am Intonationspunkt ein reibungsarmes Röllchen vorsehen, jedoch mehrere Zentimeter Abstand zwischen Intonationspunkt und dem Befestigungspunkt aufweisen, haben nach Erfahrung des Autors einen höheren Saitenverschleiß durch Reissen.

Ein weiterer Vorteil des Einklemmens der Saiten am Steg ist die Möglichkeit eine gerissene Saite notfalls weiterverwenden, wenn gerade keine neue Saite zur Hand ist und das Reststück noch genug Länge hat. Ganz helle Köpfe sind dazu übergegangen, die empfindlichen h- und e-Saiten regelmäßig etwas zu kürzen und neu einzuklemmen, bevor diese reissen!


Nachteile

Etwas schwieriger ist bei diesem System das Stimmen der Gitarre, da ähnlich dem Prinzip der kommunizierenden Röhren das Stimmen einer Saite auch Auswirkungen auf die Stimmung der übrigen Saiten hat.
Stimmt man eine Saite höher, senkt sich die Stimmung der anderen Saiten ab. Stimmt man diese Saiten dann nach oben, senkt sich die Stimmung der ersten Saite. Man sollte die höher zu stimmende Saite daher gleich etwas zu hoch stimmen. Man wird als Anfänger in der Regel mehrere Stimmdurchgänge benötigen. Bis es auf Anhieb gelingt, braucht es einige Erfahrung und Geschick. Anfänger können in echte Schwierigkeiten kommen, sollten sie auf der Bühne einen Saitenwechsel durchführen müssen. Ein Ersatzinstrument kann hier von Vorteil sein.

Dieses Prinzip führt außerdem dazu, dass unison bends, dynamische Zweiklänge bei denen eine Saite gezogen wird bis sie exakt die gleiche Tonhöhe hat wie die zweite Saite, nicht mehr sauber ausgeführt werden können, da sich die Frequenz des eigentlich statischen Zieltones beim Bending absenkt. Da das Bending die Kraft des Saitenzugs erhöht, bewegt sich der Vibratosteg wie bei einem Druck auf den Hebel aus dem Korpus heraus, was eine Absenkung der Saitenspannung und der Tonhöhen bewirkt. Theoretisch ist nach diesem Prinzip auch ein Fingerbending bei gleichbleibender Tonhöhe möglich.

Ein Einstellen der Oktavreinheit ist bei diesem System daher auch eine besonders anspruchsvolle Aufgabe.

Auch das Ablegen der Hand auf dem Steg kann zu Verstimmungen führen und kann Ungeübten Probleme bereiten. Die Sensibilität des Systems hängt auch davon ab, ob das System schwebend eingestellt ist, d.h. ob Bendings in beide Richtungen möglich sind, weiterhin von der Saitenstärke und der Anzahl der verwendeten Zugfedern. Bei relativ dünnen Saiten (009er) und wenigen Zugfedern reagiert das System sehr sensibel, expressiv und geschmeidig, verlangt aber auch Fingerspitzengefühl, um das Reißen der Saiten zu vermeiden.

Des Weiteren besteht der Kontakt zwischen Steg und Korpus der Gitarre nur noch an den Messerkanten, wodurch Sustain und Tonentwicklung Einbußen erleiden. Dies ist ein weiterer Grund dafür, weshalb dieses System vorwiegend zusammen mit leistungsstarken Tonabnehmern und massiver Verzerrung bzw. Effekten im Allgemeinen verwendet wird.

Traditionalisten und Klangpuristen stehen dem System ablehnend gegenüber, nicht zuletzt weil es eine angepasste Spielweise voraussetzt und einige herkömmliche Spieltechniken nicht oder nur eingeschränkt ausgeübt werden können.


Verschiedenes

Nicht zuletzt wegen der Schwierigkeiten beim Einstellen und Stimmen hat sich bei Technikern der Terminus “Freud Los” etabliert.


Siehe auch

Tremolo (Gitarre)

Notizbuch || LTI – Notizbuch eines Philologen

LTI – Notizbuch eines Philologen ist der Titel eines Buches von Victor Klemperer. Die Abhandlung wurde 1947 veröffentlicht. Das Buch steht unter dem Motto Sprache ist mehr als Blut von Franz Rosenzweig. Es beginnt statt eines Vorworts mit dem Kapitel Heroismus, in dem sich der Autor gegen die maßlose Verwendung der Begriffe Heldentum und heldenhaft im Nationalsozialismus wendet.

Das Kürzel LTI, von Klemperer eigenhändig geprägt, dient ihm zunächst als Parodie auf die ungezählten abkürzenden Bezeichnungen aus der Zeit des Nationalsozialismus: BDM, HJ, DAF usw. Er erklärt es im ersten Kapitel: Lingua Tertii Imperii, Sprache des Dritten Reichs und erläutert weiter: Ein schönes gelehrtes Signum, wie ja das Dritte Reich von Zeit zu Zeit den volltönenden Fremdausdruck liebte: Garant klingt bedeutsamer als Bürge und diffamieren imposanter als schlechtmachen. (Vielleicht versteht es auch nicht jeder, und auf den wirkt es dann erst recht.) Er kommt zum Ergebnis, dass weniger einzelne Reden, Flugblätter oder ähnliches den größten Eindruck hinterließen, sondern vielmehr die stereotypen Wiederholungen zu einer ständigen Beeinflussung führten.


Biographischer Hintergrund

Victor Klemperer (1881–1960) lehrte von 1920 bis 1933 an der Technischen Hochschule Dresden. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten sah der mit einer Christin verheiratete und 1912 zum Christentum konvertierte Klemperer sich wegen seiner jüdischen Herkunft zunehmendem Verfolgungsdruck ausgesetzt. Nachdem er 1935 auf Grund des nationalsozialistischen Berufsbeamtengesetzes aus seiner Professur an der TH Dresden entlassen worden war, konzentrierte er sich zunächst auf seine 1933 begonnene „Geschichte der französischen Literatur im 18. Jahrhundert“. Als jedoch den Juden der Zugang zu Bibliotheken und das Abonnieren von Zeitungen und Zeitschriften verboten wurde, musste er auch diese Arbeit aufgeben. So wurde die Niederschrift seiner Tagebücher und die Arbeit an „LTI“ zu seiner Hauptbeschäftigung. Diese Tagebuchnotizen führte Klemperer als Loseblattsammlung, die er in regelmäßigen Abständen durch seine Frau Eva bei einer Freundin verstecken ließ. Vor allem dank der Tatsache, dass seine Frau keine Jüdin war und stets die Treue zu ihrem Mann hielt, überlebte Klemperer die zwölf Jahre der Naziherrschaft.


Aufbau

Das Buch enthält 36 Kapitel.

  • Das 6. Kapitel: Die drei ersten Wörter nazistisch behandelt folgende Wörter: Strafexpedition, Staatsakt und historisch.
  • Im 8. Kapitel Zehn Jahre Faschismus beschreibt Klemperer die Vorführung eines italienischen Tonfilms mit dem Duce als Hauptdarsteller und vergleicht anschließend den italienischen Faschismus mit dem deutschen Nationalsozialismus.
  • Im 19. Kapitel Familienanzeigen macht sich der Autor Gedanken über die Floskeln In stolzer Freude bei Bekanntmachungen von Geburten bzw. In stolzer Trauer bei Gefallenenanzeigen.
  • Im 21. Kapitel, Die deutsche Wurzel, gelangt er nach Überlegungen über die “typisch deutsche” Entgrenzung, d.h. Maßlosigkeit, zur Einzigartigkeit des Antisemitismus im Dritten Reich. Dieser unterscheide sich von der üblichen Judenfeindschaft in drei Punkten: er stellt einen Anachronismus dar, d.h. einen Rückfall in längst vergangen geglaubte Zeiten, er ist in der Organisation der Vernichtung technisch vollendet, und vor allem basiert er auf dem Rassegedanken, so dass Assimilation unmöglich wird.
  • Im 23. Kapitel Wenn zwei dasselbe tun setzt er dem Nazi-Ausdruck gleichschalten Lenins Ausspruch gegenüber, der Lehrer sei der Ingenieur der Seele, und stellt sich somit auf die Seite des Bolschewismus.
  • Das 26. Kapitel, Der jüdische Krieg, schildert eine Routineuntersuchung des Autors durch Gestapo-Beamte, die mit den Worten eingeleitet wird: Ich will den mal flöhen. Seit dem 1. September 1941 waren die in Deutschland verbliebenen Juden durch die Pflicht zum Tragen des Judensterns äußerlich erkennbar.
  • Das 34. Kapitel, Die eine Silbe, handelt von der Schlusszeile des Liedes „Es zittern die morschen Knochen“: Denn heute gehört uns Deutschland, und morgen die ganze Welt. Klemperer berichtet, er habe in einer Ausgabe von 1942/43, nach der Niederlage in Stalingrad, überraschenderweise die wie folgt abgeänderte Zeile gefunden: und heute, da hört uns Deutschland, und morgen die ganze Welt. Klemperer kommentiert: Das klang unschuldiger. Diese letztere Fassung des Liedtextes ist bis heute diejenige, die im Internet überwiegend einzusehen ist.


Vergleich mit dem „Wörterbuch des Unmenschen“

Die Vorzüge und Qualitäten von Klemperers Buch zeigen sich vielleicht am deutlichsten im Vergleich mit einer ganz ähnlich gelagerten Unternehmung: den von Dolf Sternberger, Gerhard Storz und Wilhelm E. Süskind zwischen 1945 und 1948 für die Zeitschrift Die Wandlung geschriebenen und 1957 zum ersten Mal in Buchform erschienenen Betrachtungen Aus dem Wörterbuch des Unmenschen.

Sowohl Klemperer als auch Sternberger, Storz und Süskind geht es darum, den Einfluss sichtbar zu machen, den die nationalsozialistische Ideologie auf das Denken der deutschen Bevölkerung gerade über die gleichgeschaltete Alltagssprache erhielt, die in ihren unbewusst in Fleisch und Blut übergehenden Wendungen die Denk- und Sichtweise der sich ihrer Bedienenden weitaus mehr prägte, als jede Hetzrede eines Goebbels oder Hitler.

Klemperers Analysen sind stets in konkrete Alltagssituationen eingebunden, und die Sprecher, die er beobachtet, spezifische Individuen: Jüdische Schicksalsgenossen ebenso wie Gestapobeamte, zur Partei übergelaufene Freunde in gleichem Maße wie er selber, da Klemperer auch sich selbst immer wieder dabei ertappt, in die Sprachfalle der LTI zu geraten.

Es ist gerade nicht die bewusste Manipulation der Sprache durch einen stets anonym bleibenden Unmenschen, sondern der alltägliche und unbewusste Sprachgebrauch, in dem Klemperer das Gift der NS-Ideologie immer wieder dingfest macht. So kann der Leser in den beschriebenen Verblendungen auch die eigenen entdecken. Wirken die Texte Sternbergers, Storz’ und Süskinds trotz ihrer berechtigten Sprachkritik oftmals eher wie eine Vorbereitung auf die neue sprachliche Ideologie der Nachkriegszeit, demonstriert Klemperers Buch einen mutigen Umgang mit der eigenen Sprache. Nichts könnte dies besser illustrieren, als die von Klemperer selbst als Nachwort gewählte Episode, in der ihm in den Wirren des Kriegsendes eine aus Berlin geflüchtete Arbeiterin auf die Frage, wieso sie denn im Gefängnis gesessen habe, schlicht antwortet: „Na wejen Ausdrücken …“


Verfilmung

Im Jahr 2003 wurde LTI unter dem Titel Die Sprache lügt nicht für das Fernsehen adaptiert. Regie bei diesem deutsch-französischen Dokumentarfilm führte Stan Neumann. Der 80-minütige Film wurde im Juli 2005 beim Jerusalemer Filmfestival ausgezeichnet.


Literatur

  • Victor Klemperer: LTI - Notizbuch eines Philologen. Leipzig: Reclam, 1990 ISBN 3379007595
  • Dolf Sternberger, Gerhard Storz, Wilhelm E. Süskind: Aus dem Wörterbuch des Unmenschen. München: Deutscher Taschenbuch-Verlag, 1957.
  • Stählerne Romantik, Automobilrennfahrer und nationalsozialistische Moderne; Verlag für Wissenschaft und Forschung (VWF); Hrachowy, Frank O.; Berlin 2005. Schriften zur Literaturwissenschaft. Diese Untersuchung basiert auf Klemperers LTI und untersucht die von ihm spezifizierte NS-Propagandasprache in den Veröffentlichungen der zeitgenössischen Volksheroen.


Siehe auch

  • Völkischer Beobachter, Propaganda, Der Stürmer, Fanatismus, Sprache des Nationalsozialismus


Weblinks

  • Aus Kapitel 1 und 3
  • parapluie: aufgelesen
  • Literaturliste zum Thema (Uni Heidelberg)

Thematisch gebunden || Dogmatisch

Das Attribut dogmatisch kann bedeuten:

  • auf ein Dogma bezogen
  • starr an eine Ideologie oder Lehrmeinung gebunden, siehe auch Fixierung

Erleben eine || Zyklothymie

Unter Zyklothymia versteht man eine psychische Störung, die durch eine dauerhafte Instabilität der Stimmung gekennzeichnet ist. Die Übergänge zwischen normalen Stimmungsschwankungen, einem intensivierten seelischen Erleben und behandlungsbedürftiger Störung sind dabei fließend.

Bei der Zyklothymia wechseln sich Perioden leichter Depression und leicht gehobener Stimmung ab. Teilweise wird vermutet, dass diese Stimmungsschwankungen unabhängig von Lebensereignissen auftreten. Andererseits gibt es aber auch Hinweise dafür, dass diese Phasen reaktiv (durch Ereignisse) ausgelöst werden können. Eine Zyklothymia entwickelt sich in der Regel im frühen Erwachsenenalter und verläuft chronisch, wobei zwischendurch die Stimmung teilweise über Monate stabil bleiben kann.

Die Zyklothymie ist im ICD-10 unter den affektiven Störungen klassifiziert (F31). Die Symptomatik erinnert dabei an das Erscheinungsbild der bipolaren affektiven Störung (F34), dieser gegenüber weist sie jedoch eine stark abgeschwächte Symptomatik auf.


Siehe auch

  • Manie

Unterscheidet sich || Traktion (Bahn)

Traktion bezeichnet bei Bahnen die kraftbetriebene Fortbewegung mit bzw. von Eisenbahnfahrzeugen.
Man unterscheidet nach dem Antrieb

  • Dampftraktion (siehe Dampflokomotive)
  • Dieseltraktion (siehe Diesellokomotive und Triebzug)
  • Elektrische Traktion (öfters auch als “E-Traktion” bezeichnet), siehe
    • Elektrolokomotive,
    • Triebzug,
    • Straßenbahn,
    • Geschichte des elektrischen Antriebs von Schienenfahrzeugen
  • Mehrfachtraktion

Chatwin wird dahingehend || Capitula Angilramni

Die Capitula Angilramni sind eine Sammlung von Texten des Kirchenrechts; sie entstanden im zweiten Viertel des 9. Jahrhunderts im Kloster Corbie (Nordostfrankreich) und sind Bestandteil der pseudoisidorischen Fälschungen. Hauptthema ist der kirchliche Strafprozess gegen Bischöfe, den die Capitula Angilramni durch zahlreiche Prozesshindernisse, hohe Anforderungen an Zeugen, Ankläger und Richter usw. möglichst erschweren wollten. Die Fälscher behaupten, die Capitula seien am 19. September 786 von Papst Hadrian I. (772-795) an Bischof Angilram von Metz (768-791) in Rom übergeben worden. Erst eine spätere Überlieferung der Fälschung kehrt dies dahingehend um, dass Angilram die Capitula dem Papst überreicht hätte.

Quellen sind u.a. echte Konzilskanones, päpstliche Dekretalen, Texte des römischen Rechts. Überliefert in ca. 60 Handschriften des 9. bis 15. Jahrhunderts haben die ca. 70 Kapitel (die Zahl schwankt in den unterschiedlichen Überlieferungen) erheblichen Einfluss auf das Strafprozessrecht der katholischen Kirche ausgeübt.

Die Capitula Angilramni sind quellen- und überlieferungsgeschichtlich eng mit den übrigen pseudoisidorischen Fälschungen (Hispana Gallica Augustodunensis, Falsche Kapitularien des Benedictus Levita, Falsche Dekretalen Pseudoisidors und Collectio Danieliana) verzahnt.

Erstmals sind die Capitula Mitte des 16. Jahrhunderts in der Konziliensammlung des Petrus Crabbe gedruckt. Eine neue Ausgabe bei den Monumenta Germaniae Historia ist im Druck.


Quellen

Karl-Georg Schon, Die Capitula Angilramni. Eine prozessrechtliche Fälschung Pseudoisidors. (Monumenta Germaniae Studien und Texte 39, 2006)

Bruce Chatwin wird || Bruce Buck

Bruce M. Buck ist ein US-amerikanischer Unternehmer und Vorstandsvorsitzender des FC Chelsea.


Allgemeines

Buck ist geschäftsführender Gesellschafter der amerikanischen Firma Skadden, welche eine renommierte Anwaltskanzlei ist. Der Amerikaner ist außerdem Vorstandsvorsitzender des englischen Fußballklubs FC Chelsea. 1983 kam der Unternehmer das erste Mal nach Europa mit der Zweigstelle der Firma White & Case. 1988 wurde Buck von Skadden abgeworben, und seitdem arbeitet er dort. Aktuell ist er der Geschäftsführer des Unternehmens in Europa. Zu seinen Kunden gehören unter anderen die Firma Sibneft, welche bis 2006 in den Händen von Roman Abramowitsch war. Durch Abramowitsch kam Buck auch zum FC Chelsea. Der Amerikaner ist schon seit den 1980er Jahren Fan der Blues und besitzt seit Anfang der 1990ern eine Dauerkarte an der Stamford Bridge. Er ist der einzige Aktionär, obwohl er nur eine Aktie besitzt, neben Abramowitsch. Der aktuelle Vorsitzende in Vertretung des Russen zeigt sich selten in der Öffentlichkeit. Buck ist verheiratet und hat drei Kinder.

Als unentbehrliches || Mkushi

thumb|225px|Geographische Lage von Mkushi

Mkushi , auch Old Mkushi, ist ein Ort mit 12.308 Einwohnern in der Zentralprovinz in Sambia. Mkushi liegt 1.100 m hoch am Tanzam Highway und an der TAZARA 110 km östlich von Kapiri Mposhi und 280 km südlich von Mpika. Geologisch liegt Mkushi am Südostende des Copperbelt. Sie ist Hauptstadt des gleichnamigen Distrikes mit 107.438 Einwohnern (Zensus 2000).


Wirtschaft

Der Ort lebt noch von der Landwirtschaft. Die Böden um Mkushi sind sauer. Aber es wird Dolomit für die Kalkgewinnung abgebaut, um für die Landwirtschaft die saueren Böden zu verbessern und die Erträge zu steigern. Mit den Vorkommen in Solwezi sind das zumindest die einzigen in Sambia, die ausbeutet werden. Es gibt Kupfervorkommen, doch lohnt der Abbau nicht. August 2006 wurde gemeldet, dass in Chiwefwe nahe bei Mkushi 2,36 Mio t Manganerze mit einem Gehalt von 46% gefunden wurden, ein in der Eisen- und Aluminiumindustrie unentbehrliches Metall. Das dürfte die Zukunft des Ortes bestimmen.


Infrastruktur

Der Ort liegt mitten im Busch, was ihn für Safarireisen in den Norden Sambias empfiehlt. Er bietet mehrere Hotels etwas weiter am Fluss, in Mkushi River. Von Mkushi aus sind der Kasanka-Nationalpark und die Kundalilafälle des Flusses Mkushi zu erreichen. Der Ort hat eine ungeteerte 1.000 m Flugpiste, Haupt- und Sekundarschulen, ein Krankenhaus


Siehe auch

  • Karte mit allen Distrikten und Provinzen siehe: Verwaltungsgliederung Sambias


Weblinks

  • Kalkgewinnung in Mkushi

Dahingehend || Brokdorf-Beschluss

Der Brokdorf-Beschluss ist eine Grundsatzentscheidung des Bundesverfassungsgerichts zum Versammlungsrecht von 1985. Darin wurde das Bundesverfassungsgericht erstmalig mit der Versammlungsfreiheit befasst.


Hintergrund

Während der Planungs- und Bauphase des Kernkraftwerks Brokdorf fanden seit November 1976 Demonstrationen statt, die teilweise unfriedlich verliefen. Am 28. Februar 1981 demonstrierten weit mehr als 50.000 Bürger größtenteils friedlich gegen den Bau. Die juristische Auseinandersetzung im Vorfeld endete letztinstanzlich mit einem Verbot dieser Großdemonstration. Das Bundesverfassungsgericht entschied im Mai 1985 über die dagegen eingelegte Verfassungsbeschwerde der Veranstalter.


Sachverhalt

Am 14. Februar beschlossen die Bürgerinitiativen, am 28. Februar eine Großdemonstration durchzuführen und riefen öffentlich zur Beteiligung auf. Nachdem am 21. die Details geplant waren, sollte die Demonstration am nächsten Werktag, dem 23. Februar 1981 offiziell angemeldet werden. An diesem Tag erließ der Landrat des Kreises Steinburg eine Allgemeinverfügung, durch die im Zeitraum vom 27. Februar bis zum 1. März 1981 alle gegen das Kernkraftwerk gerichteten Demonstrationen am Baugelände und dem umliegenden Gebiet der Wilstermarsch verboten wurde. Gleichzeitig ordnete der Landrat die sofortige Vollziehung der Allgemeinverfügung an.

Das Demonstrationsverbot wurde damit begründet, dass entgegen der gesetzlichen Regelung des § 14 Versammlungsgesetz bisher keine Anmeldung erfolgt sei. Selbst wenn die Demonstration bereits angemeldet gewesen wäre, hätte sie aber untersagt werden müssen, da es zu unfriedlichen Aktionen kommen werde. Gestützt wurde diese Aussage auf Zeitungsberichte, Angaben in Flugblättern verschiedener Gruppierungen und Erfahrungen bei anderen Demonstrationen.

Gegen diese Allgemeinverfügung legten die Bürgerinitiative sowie ein anderer Verein, der ebenfalls eine Demonstration geplant hatte, Widerspruch ein, über den der Landrat jedoch zunächst nicht entschied (er wies den Widerspruch erst im Sommer des Jahres zurück). Das Schleswig-Holsteinische Verwaltungsgericht ordnete auf Antrag der Beschwerdeführer am 27. Februar 1981 die teilweise Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung der Widersprüche dahingehend an, dass das Verbot nicht das gesamte Gebiet betreffe.

Hiergegen erhoben der Landrat und andere Beteiligte Beschwerde vor dem Oberverwaltungsgericht für die Länder Niedersachsen und Schleswig-Holstein, welches in der Nacht zum 28. Februar 1981 die erstinstanzlichen Entscheidungen durch Beschlüsse dahingehend abänderte, dass die Anträge auf Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung in vollem Umfang zurückgewiesen wurden. In seiner Begründung führte es aus, dass eine Gefahr bestünde und keine Ermessensfehler seitens des Landrats zu erkennen seien. Auch sei fraglich, ob eine nicht angemeldete Versammlung den Schutz des Art. 8 GG genießen könne, dessen Garantie durch die versammlungsrechtlich vorgesehene Anmeldepflicht eingeschränkt sei.

Noch in derselben Nacht legten die Beschwerdeführer gegen dieses Urteil Verfassungsbeschwerde ein, über die im Mai entschieden wurde. Gleichzeitig stellten die Veranstalter beim Bundesverfassungsgericht einen Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung, der erfolglos blieb. Gleichwohl fand die Demonstration unter Beteiligung von weit mehr als 50.000 Bürgern statt.


Der Beschluss des Bundesverfassungsgerichts


Keine Anmeldepflicht bei Spontandemonstrationen

In seinem Beschluss in der Hauptsache legte das Bundesverfassungsgericht dar, dass das Erfordernis des Versammlungsgesetzes zur Anmeldepflicht von Veranstaltungen unter freiem Himmel den verfassungsrechtlichen Anforderungen bei verfassungskonformer Auslegung genüge. Die Vorschriften seien dahingehend auszulegen, dass die Anmeldepflicht bei Demonstrationen nicht eingreift, die sich aus einem aktuellem Anlass augenblicklich bilden (Spontandemonstrationen). Dafür spricht auch der Wortlaut des Art. 8 Abs. 1 GG “ohne Anmeldung oder Erlaubnis”. Das Grundrecht der Versammlungsfreiheit wird durch das Grundgesetz gewährt, nicht durch das (dies nur einschränkende) Versammlungsgesetz. Eine Nichtanmeldung berechtigt dann nicht zu einer Auflösung oder einem Verbot. Damit bestätigte das Gericht die diesbezügliche Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichtes und die ganz herrschende Ansicht in der Literatur.


Berücksichtigung der Kooperation des Veranstalters

Die Eingriffsschwelle für Behörden sei um so höher, je mehr die Veranstalter von Demonstrationen vertrauensbildende Maßnahmen unternehmen oder zur Kooperation mit den zuständigen Behörden bereit seien.


Schutz der Versammlungsfreiheit friedfertiger Teilnehmer

Die Versammlungsfreiheit friedfertiger Demonstrationsteilnehmer bleibe auch dann erhalten, wenn mit Ausschreitungen Einzelner oder einer Minderheit zu rechnen ist. Ein Verbot käme erst dann in Betracht, wenn eine Demonstration im Ganzen einen unfriedlichen Verlauf nimmt oder der Veranstalter einen solchen Verlauf anstrebt oder billigt; auch hier seien jedoch seitens der Behörden zunächst alle Mittel auszuschöpfen, die den friedlichen Demonstranten eine Grundrechtsverwirklichung ermöglichen.


Anforderungen an die Gefahrenprognose bei Verboten

Da anders als im allgemeinen Polizeirecht Verbote und Auflösungen von Versammlungen erst bei unmittelbarer Gefährdung der öffentlichen Sicherheit oder Ordnung ergehen könnten, seien strenge Anforderungen an die anzustellende Gefahrenprognose zu erfüllen. Verdacht oder Vermutungen reichten nicht aus, vielmehr müsse die Prognose auf konkreten Tatsachen, Sachverhalten und sonstigen Einzelheiten beruhen.


Weblinks

  • BVerfGE 69, 315, Beschluss des Ersten Senats vom 14. Mai 1985, Az. 1 BvR 233, 341/81.

Einfachen || Sunburst (Lackierung)

Mit Sunburst bezeichnet man ein spezielle Art der Lackierung, die besonders bei Gitarren zum Einsatz kommt. Der Lack wechselt dabei von einer durchscheinenden hellen Lackierung in der Mitte des Instruments zu einer dunklen deckenden Lackierung am Rand. Man unterscheidet dabei zwischen einem einfachen Farbübergang (two-tone sunburst) und einem Übergang mit einer Zwischenfarbe (three-tone sunburst).

Heftes zu || Gerechtigkeitsliga

Die Gerechtigkeitsliga (auch: Justice League, Justice League of America oder kurz JLA), ist ein im Jahr 1960 im Comic The Brave and the Bold #28 gegründetes Superheldenteam von DC Comics. Erdacht wurde die Idee der Gerechtigkeitsliga von Gardner Fox.


Geschichte

Die Gerechtigkeitsliga tauchte zuerst 1960 in The Brave and the Bold #28 auf. Trotz der mageren Verkaufszahlen des Heftes erfreute sich das Team großer Beliebtheit, weswegen die Gerechtigkeitsliga noch im selben Jahr einen eigenen Comic-Ableger bekam. Die enorme Beliebtheit des Teams beruht auf dem Crossover vieler enorm beliebter DC-Helden.

Gründungsmitglieder der ersten Gerechtigkeitsliga waren Wonder Woman, Aquaman, Martian Manhunter, Green Lantern und der Rote Blitz. Näheres dazu findet man in Archiv-Band 1 ‘Justice League of America’ aus dem Dino-Verlag.

Ende der 1980er Jahre wurde die Gründungsgeschichte der Gerechtigkeitsliga im Zuge der Krise der Parallelerden umgeschrieben. Seitdem gilt Black Canary an Stelle von Wonder Woman als Gründungsmitglied. Zum Team gehörten im Lauf der Jahre auch Green Arrow, Hawkman, Hawkgirl, Atom, Zatanna, Captain Marvel, Blue Beetle, Plastic Man und Dutzende anderer DC-Helden.

Die Gruppe erlebte in den späten 1990ern eine Wiederbelebung mit Superman, Batman, dem damals aktuellen Roten Blitz (Wally West), die damals aktuelle Grüne Laterne (Kyle Rayner), Wonder Woman, Aquaman und dem Martian Manhunter.

Der Autor Grant Morrison ließ das neue Team kosmische Abenteuer von galaktischen Ausmaßen erleben. Highlights seiner jahrelangen Arbeit waren die Comic Events DC 1000000 und sein Abschiedswerk Der 3. Weltkrieg.

Über die Jahre wurde das Team oder Teile von ihm auch Justice League America, Justice League Europe, Justice League Task Force oder Justice League International genannt. Deshalb bezieht man sich im Original auf die Gesamtheit der Heldenteams auch einfach als Justice League (ohne Zusatz).


Fernsehserien

Bereits von 1972 bis 1985 wurde die Idee der Gerechtigkeitsliga lose in der Zeichentrickserie Die Superfreunde (original: Super Friends) adaptiert und später etwas genauer in der Serie Die Liga der Gerechten (original: Justice League 2001-2004 bzw. Justice League Unlimited 2004-2006).

  • Siehe Hauptartikel: Die Liga der Gerechten
  • Siehe Hauptartikel: Die Superfreunde


Kinofilm

Derzeit ist eine Kinorealverfilmung in Planung. Der Australier George Miller soll Regie führen.<ref>Variety: George Miller to lead ‘Justice League’, 20. September, 2007,</ref> Über den Starttermin gibt es bisher wiedersprüchliche Angaben. IMDB nennt 2010 als Jahr der Veröffentlichung <ref>http://[german.imdb.com/title/tt0974015/], 4. September, 2007</ref>, wohingegen Variety 2009 nennt.<ref>[1], 20. September, 2007</ref>. Die Auswirkungen auf Bryan Singers Superman-Filme, sowie auf Christopher Nolans Batman-Filmreihe sind noch nicht genau bekannt.


Siehe auch

  • DC Comics
  • DC-Universum

Und Notizen || Liste der Dateiendungen/Q

In nachfolgender Liste sind übliche Dateiendungen mit Anfangsbuchstabe Q aufgelistet, die in einigen Betriebssystemen, wie zum Beispiel Microsoft Windows, zur Unterscheidung von Dateitypen verwendet werden. Die meisten Betriebssysteme und auch einige Einzelprogramme können nicht ohne Suffixe den Dateityp zuordnen.

Dateiendung Vollständiger Name Bemerkungen, Verwendung
.qdb CUEcards Datenbank Notizen-Verwaltung (http://www.mhst.net/cuecards)
.qcd Quicknote encrypted text Verschlüsselte Notiz von Quicknote (http://www.quicknote.de)
.qdr Q-Dir Document text Offene Notiz von Q-Dir.exe (http://www.softwareok.de)
.qxd QuarkXPress Document: Dokumentenformat von QuarkXPress bis einschließlich Version 5
.qxl QuarkXPress Library: Bibliothekendatei von QuarkXPress
.qxp QuarkXPress Project: Dokumentenformat von QuarkXPress ab Version 6, das verschiedene QXDs in einem Projekt bündelt
.qxt QuarkXPress Template: Vorlagendokument von QuarkXPress

Dateiendungen Q

Notizen || Wortkunst

Die Wortkunst ist eine Form des Dadaismus, die aus der Sprachskepsis um 1900 entstanden ist.

Das literarische Merkmal der Dadaisten war das Spiel mit Worten und Buchstaben. Da in der Sprachskepsis um 1900 noch festgelegt war, dass man die Welt nicht in Worten abbilden könne, sind diese Worte nun als Assosziationsräume und als Lautqualitäten interessant, die im Sprachmaterial eigene Welten bilden.

In der Wortkunst des Dadaisten August Stramm stellt er in seinen Gedichten Substantive und Verben in der Infinitivform nebeneinander, optisch gleicht es dem Telegrammstil.
Das Ziel ist, Wortkaskaden zu bilden, die sämtliche grammatikalische Regeln unterwandern. Wörter sollen somit “ausgewürfelt” werden (Aleatorik) und in neuen Zusammenstellungen neue Bedeutungen ergeben.


Literatur

  • Jeßing, Benedikt/Köhnen, Ralf: Einführung in die neuere deutsche Literaturwissenschaft. Stuttgart: Metzler 2004.
  • Klinger, Cornelia/Müller-Funk, Wolfgang (Hg.):Das Jahrhundert der Avantgarden. München 2003.
  • Plumpe, Gerhard: Avantgarde. Notizen zum historischen Ort ihrer Programme. München 2001.
  • Rothmann, Kurt: Kleine Geschichte der deutschen Literatur. Stuttgart 2001 (17. Auflage)
  • Simanowski, Roberto (Hg.): Literatur.digital. Formen und Wege einer neuen Literatur. München 2002.
  • Moritz E.K. Waldhauser / Aufzeichnungen / Notizen eines Notizen eines · Einzelgängers Notizen eines Einzelgängers Buch online bestellen · bei Amazon.de oder Artislife · 12,90 € · (versandkostenfrei)
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  • Fussball 24.de - Notizen vom 11. Bundesliga-Spieltag Notizen vom 11. Bundesliga-Spieltag. Hamburg (dpa) - 28.10.2007, 13:02 Uhr. Nürnbergs Trainer Hans Meyer fand den «Knalleffekt» nicht so witzig.

Werden. So || Offene-Posten-Buchhaltung

Die Offene-Posten-Buchhaltung ist eine Variante der Buchhaltung für kleine Unternehmen.

Während des Jahres werden nur die effektiven Geldbewegungen gebucht, die offenen Rechnungen werden je in einem Ordner des jeweiligen Lieferanten bzw. Kunden abgelegt. Die Konten Debitoren und Kreditoren sind sogenannte ruhende Konten und werden nur bei einem Abschluss verwendet.
Die momentanen Kreditoren sowie Debitoren werden addiert und zur Vervollständigung der Buchhaltung in die ruhenden Konten gebucht.

Buch || Heizkraftwerk Berlin-Buch

Das Heizkraftwerk Berlin-Buch ist ein Heizkraftwerk nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung im Ortsteil Buch.

Bauherr war die Bewag. Das Öl/GasKraftwerk wurde 1974 erstmals in Betrieb genommen und hat eine elektrische Leistung von 1 MW sowie eine thermische Leistung von 130 MW. Das Kraftwerk Buch ist das kleinste Berliner Heizkraftwerk.

Siehe auch: Liste der Kraftwerke


Weblinks

  • Weitere Informationen zum Kraftwerk

Buch

Klebebindung || Ausschießen

Ausschießen ist das bestimmte Anordnen der Seiten einer Druckform in der Art, dass der bedruckte und gefalzte Bogen die richtige Reihenfolge der Seitenzahlen ergibt. Die Seiten müssen beim Druck Register halten und nach dem Abschneiden der Bogen und dem Falzen in der Abfolge stimmen. Das Ausschießschema ergibt sich aus dem Format des Drucks und der Falzart. In der Regel werden auf einem Falzbogen 16 Druckseiten angeordnet, dies entspricht je acht Seiten im Schön- und Widerdruck.

Dabei gibt der Nutzen an, mit wie vielen Buchbinderbogen der Druckbogen ausgenutzt wird. Werden auf einem Druckbogen 16 Seiten angeordnet, so wird dieser einmal genutzt. Bei 32 angeordneten Druckbogen wird er zwei Mal genutzt.

Der Beschnitt ist der Rand, der zusätzlich benötigt wird, um nach dem Druck den Buchblock beschneiden zu können. Dabei muss auch der Greiferrand einer Bogendruckmaschine berücksichtigt werden.

Des Weiteren ist Ausschießen ein Begriff für das Entfernen der unbedruckten Zwischenbogen, die gegen das Abliegen zwischen die frischen Druckbogen gelegt werden. Das Einlegen dieser Zwischenbogen nennt sich wiederum Einschießen.


Falze

Die Position und die Orientierung der Seiten auf dem Druckbogen ist zunächst vom verwendeten Falzschema abhängig. Die häufigsten Falzfolgen sind Zweibruch-Kreuzbruch (Falzbogen mit 8 Seiten) und Dreibruch-Kreuzbruch (Falzbogen mit 16 Seiten).
Bei Produkten, die aus mehr Seiten bestehen als auf einen Druck- bzw. Falzbogen passen, ist zudem das Sammelverfahren wichtig (Sammeln zu Einlagen- oder Mehrlagen-Broschuren).

Das Ausschießen erfolgt bei der Herstellung von CTP-Druckplatten ausschließlich computergestützt. Für die Standard-Falzfolgen sind die Ausschieß-Schemata meist fest in der Ausschieß-Software hinterlegt. Weitere Falzschemata lassen sich unter anderem mit Hilfe von Falzkatalogen hinterlegen. Inzwischen kann das Anordnen und Ausrichten der Seiten auch algorithmisch gelöst werden.

Beim Ausschießen muss berücksichtigt werden, wie der Bogen gedruckt wird. Die geläufigsten Möglichkeiten sind der Schön- und Widerdruck, das Umschlagen, das Wenden (Druck), das Umstülpen oder die Sammelform.

Bei der Bestimmung des zu verwendenden Falzschemas ist die Laufrichtung des Papiers, das heißt ob Breit-, Schmal- oder Maschinenbahn, zu beachten. Das ist ein wichtiges Kriterium, wenn die Weiterverarbeitung des Druckbogens durch Falzmaschinen erfolgt oder einzelne Teile des Druckbogens perforiert oder ausgestanzt werden sollen. Eine falsche Papierlaufrichtung kann z.B. dazu führen, dass sich ein klebegebundenes Buch nicht durchblättern lässt.

Weitere Fachbegriffe: Drei-Bruch-Falz, Vier-Bruch-Falz, Wickel-, Altar- oder Zickzackfalz, Anlageseiten, Druckmarken (Farbkontrollstreifen, Passer-, Anlage- und Schneidemarken, Textmarke), Grammatur, Verdrängung.


Drei-Bruch-Falz

Dieser Falz zählt ebenso zu den Kreuzbruchfalzungen wie der Zwei- bzw. Vierbruch. Die Anzahl der Falzbrüche wird durch das Druckbogenformat, die Papiereigenschaften wie Papiergewicht oder Volumen aber auch durch die Bindeart bestimmt. Zum Einsatz kommt diese Falzart häufig bei der Prospekt- und Buchproduktion. Es handelt sich hier meist um 16seitige Bögen. Sollte ein Werk sich nicht durch 16 Seiten teilen lassen, kommen ½ oder ¼ Bögen zum Einsatz.


Verdrängung

Wurden mehrere Blatt Papier gefalzt und beschnitten, sind die innenliegenden Seiten seitlich kürzer. Der genaue Wert dieses – Verdrängung oder Bundzuwachs genannten – Effektes ist abhängig von der Seitenanzahl sowie Grammatur und Papiervolumen der genutzten Papiersorte. Bei der Gestaltung einer Broschüre (besonders bei Rückstichheftung) muss dies bedacht werden.

Ausschießsoftware ist in der Lage, diesen Effekt zu berücksichtigen. Hierbei werden die Seiten stufenlos um den gewünschten Betrag zur Mitte des Falzbogens hin in den Bund eingerückt. Das ist bei bundüberlaufenden Seiten jedoch nicht immer möglich, worauf beim Layouten Rücksicht zu nehmen ist.


Farbführung

Der Farbkontrollstreifen dient dem Drucker zur exakten Einstellung der Farbführung. Die einzelnen Streifen sind auf unterschiedliche Druckmaschinen zugeschnitten. Sie bestehen zumeist aus den Farbfeldern für die Skalenfarben Cyan, Magenta, Yellow und Black sowie aus einer unterschiedlichen Anzahl von Sonderfarben und Spezialmessfeldern. Ausgemessen werden diese Felder mit einem Densitometer oder mit einem Kontrollstreifen-Lesegerät. Die ermittelten Werte werden an die Druckmaschinen übertragen und korrigieren die Farbführung in den entsprechenden Farbzonen. Während des Auflagendruckes werden immer wieder Bogen entnommen und nachgemessen.


Flattermarken

[[Bild:Flattermarken.jpg|right|70px|Zum Buchblock zusammengetragene Bogen mit Flattermarken]]
Bei Flattermarken handelt es sich um Markierungen auf dem Rücken des gefalzten Druckbogens. Sie dienen der Kontrolle über die richtige Reihenfolge der Bogen.. Zumeist wird ein schwarzer Strich in der Größe von 2×10 mm verwendet, der sich bei einer Klebebindung im Fräsrand – also im Rücken – befindet. Zum Beispiel steht die Marke des ersten Bogens 10 mm von der oberen Bogenkante entfernt; die Marke des zweiten Bogens 20 mm, die des dritten 30 mm usw.; also immer um den Wert einer Marke versetzt. Betrachtet man nun die Rückseite der gesammelten Bögen, so bilden die Flattermarken e