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Die Notizen nicht || Christian Köllerer

Christian Köllerer (* 6. August 1970) ist ein in Wien lebender deutscher Literaturwissenschaftler und Kulturjournalist.

Köllerer studierte an der Paris-Lodron-Universität Salzburg Germanistik und Philosophie mit den Schwerpunkten “Methodologie der Literaturwissenschaft”, Analytische Wissenschaftstheorie und Ästhetik. Für seine Dissertation “Geschichte und Perspektiven der Analytischen Literaturwissenschaft” erhielt er 2000 den Wissenschaftspreis der Österreichischen Gesellschaft für Germanistik.

Köllerer publizierte Artikel und Rezensionen ua in der österreichischen Tageszeitung Der Standard und der von Karl-Markus Gauss herausgegebenen Zeitschrift Literatur & Kritik.

Seit April 2001 führt Köllerer ein weblog-ähnliches Kulturjournal mit dem Titel “Notizen. Bücher, Theater, Musik, Wissenschaft…”


Bibliographie

  • Christian Köllerer: Methoden und Rahmentheorien der Literaturwissenschaft. Salzburg 1996 Abstract und Auszüge
  • Christian Köllerer: Geschichte und Perspektiven der analytischen Literaturwissenschaft. Salzburg 1999 Abstract und Auszüge
  • Christian Köllerer (Herausgeber): Dossier “Literatur und Internet”. Literatur & Kritik 339/340 (November 1999)


Weblinks

  • Christian Köllerers Homepage und Notizen
  • Das “Notizen”-Archiv enthält Links zu einer Reihe von Themen- und Lektüre-Schwerpunkten, die auf eigenen Seiten zusammengefasst wurden (Herodots “Historien”, Augustinus’ “Gottesstaat”, Montaigne “Essais”,…)
  • Christian Köllerer: Die Errungenschaften der Postmoderne als Theorie Eine philosophische Kritik. (Erlanger Digitale Edition)

Einem bestimmten || Anlage (Technik)

Eine Anlage ist in der Technik eine planvolle Zusammenstellung von Bauteilen zu einer Gesamtheit mit einem bestimmten Zweck.

Beispiele für technische Anlagen:

  • Photovoltaikanlage
  • Kläranlage
  • Stereoanlage
  • Telefonanlage


Siehe auch

  • Maschine
  • Apparat
  • Gerät
  • Vorrichtung

Notizbuches || Cronos

Cronos ist ein mexikanischer Horrorfilm aus dem Jahre 1992 der Vampir- und Zombiemotive aufgreift, allerdings weniger auf Schockelemente setzt, sondern auf die Beziehung der Protagonisten untereinander eingeht. Die Regie führte Guillermo del Toro.


Handlung

Jesus Gris ist ein Antiquitätenhändler, der mit seiner Frau Mercedes und seiner Enkelin Aurora, die nie ein Wort spricht, in Harmonie lebt. In seinem Geschäft ist wenig Betrieb, so dass ihm Zeit zum Spielen mit seiner Nichte bleibt und ein einzelner Kunde, der offensichtlich eine bestimmte Statue sucht, auffällt. Aus einer der von diesem Mann untersuchten Engelstaute kriechen kurz darauf Kakerlaken und beim Nachschauen findet Jesus in deren Sockel einen geheimnisvollen, etwa faustgroßen, käferartigen, gold-farbenen Apparat. Als er ihn an einer Feder aufzieht, krallt sich dieser plötzlich fest und sticht Jesus in die Hand. Jesus nimmt den Käfer nach Hause und setzt sich diesen, süchtig geworden, in der Folge mehrmals an. Er fühlt sich jünger und dynamischer, entwickelt jedoch ein Verlangen nach Blut.

Am nächsten Morgen findet er seinen Antiquitätenladen durchsucht und verwüstet vor. Auf dem Tisch liegt die Visitenkarte von Angel, dem grobschlächtigen Neffen des totkranken Industriellen De la Guardia. Angel hat zuvor für seinen Onkel die nun leere Engelstatue gekauft und offensichtlich den besagten Apparat gesucht. Diesem Industriellen ist vor geraumer Zeit das Notizbuch eines Alchemisten aus dem 16. Jahrhundert in die Hände gefallen und ist verzweifelt auf der Suche nach Cronos, dem lebensverlängerndem Käfer-Apparat.

Jesus Gris sucht De la Guardia auf und wird in die Existenz des Notizbuches eingeweiht, will aber Cronos nicht hergeben.

In der Folge wird er von Angel niedergeschlagen, sterbend in ein Auto gesetzt und eine Klippe heruntergerollt.

Knapp vor seiner Kremation erwacht Jesus Gris aufgrund der Wirkung von Cronos wieder zum Leben. Er sieht seine eigene Todesanzeige und versucht vergeblich mit seiner Frau Kontakt aufzunehmen. Aurora lässt ihn ins Haus und versteckt Jesus tagsüber in Ihrer Spielzeugtruhe.

In der Nacht machen sich die beiden auf, um das Notizbuch des Alchimisten zu holen. Sie werden von De La Guardia ertappt und dieser wird in der Folge von Aurora niedergeschlagen. Gierig trinkt Jesus das auslaufende Blut. Der alarmierte Angel verfolgt die beiden. Es kommt zum Kampf auf dem Fabrikdach. Dabei stürzt sich Jesus, Angel mitreißend, in die Tiefe. Aurora belebt Jesus wieder, indem sie ihm Cronos ansetzt. Jener spürt nach dem Erwachen wieder seinen Blutdurst und ist im Begriff, seine Enkelin anzufallen. Im letzten Moment beginnt diese zu sprechen: “Opa”. Jesus zerstört daraufhin Cronos und stirbt ohne dessen lebensverlängernde Wirkung bald darauf friedlich im Bett seines Hauses, neben sich seine Frau Mercedes und Aurora.


Kritik

Lexikon des Internationalen Films: Packend inszenierter und gut gespielter Horrorfilm in Gestalt einer modernen Vampir-Variante, der das Thema um die Dimension des “Faust”-Stoffes zu erweitern versucht.http://www.filmevonabisz.de/filmsuche.cfm?wert=68117&sucheNach=titel


Auszeichnungen

Der Film konnte 20 verschiedene Preise gewinnen, darunter einen Saturn Award in der Kategorie Best Genre Video Release.
Als Regisseur gewann Guillermo del Toro einen Golden Ariel sowie den Mercedes-Benz Award.


Quellen


Weblinks

  • Eintrag bei Vampire-World
  • Verkaufspreis eines Notizbuches Der gute Zustand eines Notizbuches kann gefunden werden, wenn der Inhaber sie benutzen möchte ersparen Zeit, die Wartungssoftware zu tun und Kleinteile auch
  • Anatomie einer wissenschaftlichen Revolution die das Schlüsselmaterial ergänzen und die Entstehung von Einsteins Theorie im Lichte der Analyse seines Notizbuches neu interpretieren.
  • KALENDER Dateiformat: PDF/Adobe Acrobat - HTML-VersionGeschichte des Notizbuches erzählt. — Taschenformat 9 x 14 cm . Die Geschichte dieses legendären Notizbuches erzählt der beiliegende Text.
  • ixoft abkühlende Auflage des fanless Notizbuches iXoft fanless notebook cooling pad - Thermaltake company announced sufficiently uncommon device for cooling notebook. iXoft is the passive without fan
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Klarsichtfolie || 3D-Brille

Eine 3D-Brille ist eine spezielle Brille, die bei einigen stereoskopischen Verfahren (3D-Foto, 3D-Film) benötigt wird, um die räumliche Tiefenwirkung sichtbar zu machen.

Bei der Projektion von 3D-Filmen oder dem Druck von 3D-Bildern gibt es das Problem, dass das menschliche Gehirn zum Erzeugen eines räumlichen Eindrucks zwingend zwei Bilder, je eines für das linke und rechte Auge, in leicht versetzten Abstand benötigt (in der Regel also auch im Augenabstand aufgenommen). Diese Bilder müssen gleichzeitig, dennoch aber getrennt, zur Auswertung im Gehirn ankommen, damit daraus der räumliche Eindruck entstehen kann. Die primäre Funktionsweise der 3D-Brillen beruht auf der Filterung, sodass jedes Auge nur das entsprechende stereoskopische Halbbild für das linke oder rechte Auge wahrnimmt.


Farbfilterbrillen (Anaglyphenbrillen)

Beim Anaglyphen-Verfahren erfolgt die Bildtrennung durch die Verwendung von Farbfiltern. Das rechte und linke Halbbild sind hierbei mit Komplementärfarben, meist Rot/Blau oder Rot/Grün eingefärbt. Die Farbkombination rot/blau hatte eigentlich keine optischen Vorteile, war aber kostengünstiger herzustellen. Die 3D-Kinofilme der 1950er-Jahre wurden sehr oft für den Polarisationsprozess gedreht, später aber in das billigere rot/grün-Verfahren umkopiert. Zusätzlich waren diese Filme „sicherer“ bei einem Filmriss. Die 3D-Brillen für diese Filme enthielten den roten Filter vor dem rechten Auge.

Ende der 1970er-Jahre verbesserte Stephen Gibson das Farbanaglyphentechnik erheblich mit seinem patentierten „Deep Vision“-System, das andere Filterfarben verwendet: Rot vor dem linken Auge und Cyan vor dem rechten. Bei diesen Brillen ist das Helligkeitsempfinden gleichmäßiger und für die Augen ermüdungsfreier. Auch optisch ist die Rot/Cyan Kombination den anderen Farbkombinationen überlegen, da mit ihr auch farb-anaglyphe Bilder angesehen werden können. Inzwischen bietet auch die dänische Firma „Color Code“ ein eigenes Farbanaglyphen-System an. Die Filterfarben der „ColorCode“-Brillen sind Blau vor dem rechten Auge und Gelb vor dem linken.

Auch Farbblinde können die oben beschriebenen Brillen benutzen, um einen 3D Effekt zu sehen, da die Brille ja nur dazu dient, die Bilder optisch zu trennen.

Brillen mit Gelb/Violetten Farbfiltern kommen oft bei Verfahren zum Einsatz, die auf dem Pulfrich-Effekt beruhen und wurden durch die Fernsehsendung Tutti Frutti Anfang der 1990er Jahre sehr verbreitet.


ChromaDepth-Brillen

Das Chromadepth-Verfahren von American Paper Optics basiert auf der Tatsache, dass bei einem Prisma Farben unterschiedlich stark gebrochen werden. Die ChromaDepth-Brille enthält spezielle Sichtfolien, die aus mikroskopisch kleinen Prismen bestehen. Dadurch werden Lichtstrahlen je nach Farbe unterschiedlich stark abgelenkt. Verwendet man nun bei einem Auge eine Prismenfolie und auf dem anderen Auge eine normale Klarsichtfolie, dann sind die beiden gesehenen Bilder - je nach Farbe - zueinander mehr oder weniger stark versetzt. Das Gehirn erzeugt aus dieser Differenz den räumlichen Eindruck.
Der Vorteil dieser Technologie besteht vor allem darin, dass man ChromaDepth-Bilder auch ohne Brille (also zweidimensional) problemlos ansehen kann - es sind keine störenden Doppelbilder vorhanden. Außerdem können ChromaDepth-Bilder ohne Verlust des 3D-Effektes beliebig gedreht werden. Allerdings sind die Farben nur beschränkt wählbar, da sie die Tiefeninformation des Bildes enthalten. Verändert man die Farbe eines Objekts, dann ändert sich auch dessen wahrgenommene Entfernung.


Polfilterbrillen

Bei der farbigen Raumbildprojektion werden die beiden Halbbilder mittels polarisiertem Licht ausgestrahlt. Kommt eine Aufprojektion zum Einsatz, das heißt Betrachter und Projekter befinden sich auf der gleichen Seite der Leinwand, dann wird auf eine metallisierte Leinwand projiziert, die in der Lage ist, das polarisierte Licht zurückzustrahlen. Bei einer Rückprojektion steht die Leinwand zwischen Betrachter und Projektor und muss das polarisierte Licht durchlassen.

Die benötigte Brille besteht aus zwei Polarisationsfiltern, die bei den einzelnen Augen um 90 Grad gedreht sind und nur das Licht des entsprechenden Projektors durchlassen. Bei einzelnen Projektoren bekommt jedes Objektiv einen Vorsatz mit entsprechend angeordneten Polarisationsfolien. Solche Brillen finden Verwendung u.a. bei IMAX-3D-Verfahren und auf Jahrmärkten bei 3D-Kuppelprojektionen oder bei Lichtbildvorträgen in 3D von Reisefotografen.

Wenn der Betrachter aber seinen Kopf zur Seite neigt, können die Polarisationsfilter das Licht nicht mehr korrekt ausfiltern und der 3D-Effekt geht verloren.


LCD-Shutterbrillen

Beim Einsatz am Computermonitor kommen so genannte Shutterbrillen mit zwei steuerbaren LCD-Gläsern zum Einsatz. Der Monitor stellt nacheinander abwechselnd das linke und rechte Halbbild dar. Die Flüssigkristalle der Brille werden nun synchron im Takt des Monitorbildes abwechselnd durchsichtig bzw. lichtundurchlässig geschaltet und erzeugen somit beim Betrachter durch die perspektivische Verschiebung der Einzelbilder den 3D-Effekt.

Bei Shutterbrillen wird eine Monitorfrequenz von mindestens 100 Hz empfohlen, da sich durch das Verfahren die Frequenz effektiv halbiert, jedes Auge bekommt also nur noch 50 Bilder je Sekunde gezeigt. 50 Hz sind bei statischen Bildern, insbesondere Texten, äußerst stark flimmernd, bei Bewegtbildern wie Spielen oder Videos fällt dies weniger stark auf. Bei beiden tritt allerdings innerhalb kurzer Zeit eine Ermüdung der Augen ein, je niedriger die Frequenz, desto stärker werden die Augen belastet.

Für Spiele wird deshalb meist eine Frequenz von 120 bis 160 Hz gewählt, je nach zur Verfügung stehender Hardware und Bildschirmauflösung. Dies entspricht 60 bis schon fast augenschonenden 80 Hz je Auge. Allerdings leuchten Bildschirme immer etwas nach, was sich bei hohen Frequenzen an stärkeren Schlieren bemerkbar macht, die wiederum die Bildqualität trüben.

Flachbildschirme arbeiten meist mit zu niedrigen Frequenzen und ungeeigneten Darstellungstechniken, weswegen sie mit Shutterbrillen kaum zu kombinieren sind. Bei ihnen muss also auf andere Art der gewünschte 3D-Effekt erzeugt werden, wie etwa durch Anaglyphenbrillen oder den Einsatz von zwei Monitoren, die je nur das Bild für ein Auge bereitstellen. Inzwischen gibt es aber auch so genannte „Autostereo“-TFT-Flachdisplays, die durch senkrechte Linsenraster-Spalten zwei bis acht Perspektiven darstellen können und so mit dazu passendem Bildmaterial ohne Spezialbrillen räumliches Sehen ermöglichen.


Siehe auch

  • 3D-Film
  • 3D-Foto (Raumbild)
  • Autostereoskopisches Display
  • Binokular
  • Raumbildprojektion
  • Stereogramm
  • Videobrille
  • View-Master


Weblinks

  • Anaglyphen (Essay)
  • www.stereon.de - Rot/Cyan 3D-Bilder
  • www.3d-photos.info Rot/Cyan 3D Städte und Natur
  • www.ollis-3d-welt.de - 3D-Erklärungen und 3D-Bildergalerie
  • www.video-3d.de - 3D-Techniken und Beispielfilme (zu Betrachten mit Anaglyphenbrille, Nuoptix 3D-Brille)
  • Anregungen und Anleitungen zum Herstellen von räumlich zu sehenden Bildern

Kreative Kick von || DJ Dean

DJ Dean (* um 1978, eigentlich Martin Schmidt) ist ein deutscher Tech-Trance-DJ und Produzent. Er ist Resident-DJ im Tunnel Club in Hamburg und der Gründer des Trance-Labels Tunnel Records, unter dem auch die Sampler DJ Networx und Tunnel Trance Force erscheinen. “Music Is My Life” ist sein Motto. Der Name DJ Dean fällt oft auch im Zusammenhang mit der Formulierung The True Champion Of Trance, der so von den Amerikanern betitelt wurde.


Biografie

DJ Deans Erfolg begann 1992, nachdem er mit Hardcore und Gabber Fuß fasste. Nach seinem Auftritt beim Time Tunnel Rave 1995 wurde er schließlich Resident-DJ im Tunnel Club.

1997 verwirklichte er sich einen Traum und kaufte sich ein eigenes Studio. Kurz darauf erschien sein erstes erfolgreiches Projekt Tunnel Trance Force in Zusammenarbeit mit Sony Music Media.

Der Tunnel Club erreichte Top-Ten-Status der Media-Control-Charts.


Projekte

Inzwischen hat DJ Dean viele Projekte wie Angel Beats, Barbarez, Dynamic
D’s, Sylver Liquid, Impegement Syndrom oder Van Nilson.


Diskografie


Alben

  • Balla Nation (The First Album) (2000)
  • Balla Nation Episode 2 (2002)
  • Protect Your Ears (2003)
  • The Eye Of A Champ (2006)


Singles

  • What’s Wrong
  • Trust me
  • Ballanation 2
  • Play It Hard (DE #27)
  • Protect Your Ears (DE #32)
  • It’s A Dream (DE #51)
  • Ballanation 2004 (DE #74)
  • Music is my Life
  • Kick off
  • Kick da Bass
  • If I could be you
  • Dreamworld
  • Euphoria (2007)
  • What I Need (2007)


Weblinks

  • Homepage von DJ Dean
  • Homepage des Tunnel Clubs
  • DJ Dean bei laut.de

Kreative || Kulturell Kreative

Unter den Kulturell Kreativen oder Kulturschöpferischen verstehen der Soziologe Paul H. Ray und die Psychologin Ruth Anderson ein Segment in der US-amerikanischen Gesellschaft, das nach ihrer Untersuchung bereits 50 Millionen erwachsene Amerikaner umfasst und auch weltweit als die am schnellsten wachsende Werteszene gilt. Basis der Untersuchung war eine Werteforschung über einen Zeitraum von 13 Jahren, bei der insgesamt 100.000 US-Amerikaner befragt wurden. Das Ergebnis wurde im Jahre 2000 präsentiert.

Dieses Segment (die „neuen Progressiven”) hat sich erst vor kurzem jenseits der üblichen Paradigmen (Modernisten versus Traditionalisten oder Konservative) entwickelt. Die Identitätssuche ist von der Auseinandersetzung mit Materialismus und Hedonismus geprägt. Kulturell Kreative sind Menschen, die in ihrer jeweiligen Kultur holistische, kreative Werte vertreten.

Menschen, die diesem Persönlichkeitsstil entsprechen, fühlen sich verhältnismäßig isoliert und haben noch kein Bewusstsein ihrer Existenz als gesellschaftliche Gruppierung herausgebildet, obwohl ihre Zahl steigend ist. Ihr Lebensstil ist von Gesundheits- und Umweltbewusstsein geprägt.


Literatur

  • Karl Gamper, “So schön kann Wirtschaft sein - Der Aufbruch der Kulturell-Kreativen”, 2005, ISBN 3899010736
  • Ray, Paul H.; Anderson, Ruth: The Cultural Creatives. How 50 Million People Are Changing the World, New York (Harmony Books) 2000.


Siehe auch

  • Postmaterialismus
  • Freiwillige Einfachheit
  • Soziales Milieu
  • LOHAS


Weblinks

  • Cultural Creatives Homepage von Ray und Anderson (engl.)
  • Mediengruppe Kulturell Kreative
  • Kulturschöpferische Artikel, SpiritualWiki
  • Evolution der integralen Kultur übersetzter Artikel von Paul H. Ray, NOETIC SCIENCES REVIEW, 1996
  • Kulturell-Kreative Artikel, Connection-Verlag

Geistigen Arbeit. || Bundesarbeitsblatt

Das Bundesarbeitsblatt ist eine vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales herausgegebene Zeitschrift, die unter den Rubriken „TOP-Thema“, „Internationales“, „News and Service“ und „Amtliche Bekanntmachungen“ Wissenswertes zu Themen und Gesetzesinitiativen aus Arbeit und Beschäftigung, Arbeitsschutz und Arbeitsrecht sowie Sozialpolitik veröffentlicht.
Im Teil „Amtliche Bekanntmachungen“ kann man z. B. Bekanntmachungen zum Thema Arbeitsschutz oder Versorgungs- und Behindertenrecht finden.

Bruce Chatwin || Bruce Ames

Bruce Nathan Ames (* 16. Dezember 1928 in New York City) ist Professor für Biochemie und molekulare Biologie sowie Direktor des National Institute of Environmental Health Science an der Universität Berkeley, Kalifornien.

Er fand unter anderem auch die Verbindung zwischen Folsäuremangel und Schäden an der DNA und Chromosomen, welche zu Krebs und anderen Krankheiten führen kann. Ames erfand in den 1970er Jahren den berühmten Ames-Test. 1997 wurde er mit dem Japan-Preis geehrt.


Weblinks

  • Webpräsenz

Werden. || Harmonieinstrument

Als Harmonieinstrumente werden Musikinstrumente bezeichnet, die mehrere Töne gleichzeitig erzeugen können und damit zusätzlich zu einer Melodiestimme Harmonien spielen können. Harmonieinstrumente können daher als Begleitinstrumente oder als Soloinstrumente eingesetzt werden.

Beispiele für Harmonieinstrumente:

  • Klavier
  • Orgel
  • Cembalo
  • Gitarre
  • Akkordeon
  • Vibraphon

Nicht verwechselt werden darf der Begriff mit „Harmoniemusik“, welche für gänzlich andere Instrumente, nämlich Holzbläser, gesetzt ist.

Aufnimmt || Kalkspatz

Kalkspatz ist ein Fehler, der bei Keramik auftritt, und durch einen kleines Kalkstück in der Masse nach dem Brennen ausgelöst wird.

Der Kalk wird durch den Brennprozess der Keramik zu hygroskopischem gebranntem Kalk. Dieser nimmt nach dem Brennen wieder Wasser aus der Umgebung auf, wodurch sich sein Volumen vergrößert. Er bricht so ein Stück der gebrannten Keramik heraus und ist als weißer Brocken zu erkennen. Dieser Fehler tritt häufig bei Ziegeln auf.

Nur bei langsamer Aufnahme von Wasser wird genügend Druck erzeugt um die Keramik aufzubrechen. Bei dichter Keramik, die nur sehr wenig Feuchtigkeit aufnimmt, kann es Monate dauern.
Bei schneller Umwandlung, z.B. wenn ein poröser Ziegel in Wasser getaucht wird, entsteht stattdessen eine Löschkalkschlämme und die Keramik bricht nicht auf.

Dieses Tauchen wird bei Ziegeln sehr ungern getan, da es unnötige Material- und Transportkosten verursacht und die Verarbeitung auf der Baustelle beeinträchtigt.
Wer aber sehr feuchte Ziegel geliefert bekam, kann davon ausgehen, dass die Ziegelei ernste Probleme mit Kalkspatzen hat.

Siehe auch: Kalkspatz (Verein)

Um jederzeit || Alexander Pössinger

Franz Alexander Pössinger (* 1767; † 1827) war ein österreichischer Violinist, Arrangeur und Komponist

Er lebte in Wien und war im Hauptberuf Geiger und Violaspieler in der Wiener Hofkapelle. Besonders erfolgreich war er als Arrangeur zeitgenössischer Werke. In einer Zeit, in der es noch nicht wie heute möglich war, erfolgreiche Musikstücke zu reproduzieren und jederzeit zu Hause abzuspielen, bestand in vielen Haushalten Interesse daran, Bearbeitungen dieser Werke zu erwerben, die im kleinen Kreis, mit vorhandenen Instrumenten, gespielt werden konnten.

So verfasste Alexander Pössinger unter anderem Streichquartett-Bearbeitungen von Ludwig van Beethovens Sinfonien und anderer Werke zeitgenössischer Komponisten.

Seine eigenen Werke gehörten vorwiegend zur Kammermusik.


Werkauswahl

  • Trio concertante für Flöte, Violine und Viola op.7
  • Trio in F-dur für Oboe, Viola und Violoncello op. 16
  • Trio in D-dur op.28 für Flöte, Viola und Horn
  • Trio (Serenata in Trio) op 36
  • Streichquartett G-Dur op. 45

Gilt || Snotra

Snotra, ist in der nordischen Mythologie die Göttin der Klugheit, Tugend und Sittsamkeit.
Sie gilt als kluge und zierliche Asin.

Tugendhafte Menschen finden bei ihr Schutz. Sie gilt als klug und sittsam und die Menschen, die ebenfalls klug und feinsinnig sind, sind nach ihr benannt.


Literatur

  • Eysteinn Björnsson (ed.). Snorra-Edda: Formáli & Gylfaginning : Textar fjögurra meginhandrita. 2005. http://www.hi.is/~eybjorn/gg/
  • Simek, Rudolf . Dictionary of Northern Mythology. 1993. Trans. Angela Hall. Cambridge: D. S. Brewer. ISBN 0859913694. 1996, ISBN 0859915131.


Weblinks

  • Das schwarze Netz

Schreibprozess || Tod eines Kritikers

Tod eines Kritikers ist ein Roman von Martin Walser, der 2002 im Suhrkamp Verlag erschienen ist.


Handlung

Der Roman beginnt als Erzählung eines gewissen Michael Landolf, der beweisen möchte, dass Hans Lach, dessen letztes Buch in André Ehrl-Königs (Vorbild: Marcel Reich-Ranicki) Literatursendung SPRECHSTUNDE verrissen worden ist, nicht für den Tod des von der Bildfläche verschwundenen Starkritikers verantwortlich ist, obwohl er sich nach seiner Verhaftung selbst beschuldigt und in Mordphantasien hineingesteigert hat. Zu diesem Zweck recherchiert Landolf innerhalb des deutschen Literaturbetriebs, unterhält sich mit Kriminalhauptkommissar Wedeking über Lachs letztes Buch Wunsch, Verbrecher zu sein, besucht Hans Lach in der Psychiatrie und beginnt eine Affäre mit der Verlegergattin Julia Pelz-Pilgrim. Der vermisste Ehrl-König nimmt dabei in den Erzählungen von Professor Silbenfuchs und Rainer Heiner Henkel immer deutlicher die Gestalt eines machtbesessen “Großkaspars” an, der keine seriöse Literaturkritik betreibt, sondern Selbstinszenierung auf Kosten der Schriftsteller. Es zeigt sich, dass der Kritiker auch in der vermeintlichen Todesnacht nur die Gelegenheit einer Inszenierung wahrgenommen hat, um sich der Affäre mit einer jungen Schriftstellerin widmen zu können. Weiter ist am Ende des Romans klar, dass Michael Landolf und Hans Lach ein- und dieselbe Person sind. Die Erzählung nimmt dadurch Züge eines literarischen Selbstgesprächs an und die Tatsache, dass Anfang und Ende in einer Ringkomposition zusammenfallen, riegelt den literarischen Kosmos nach außen hin weiter ab.


Motive

Tod eines Kritikers ist ein für Walser untypisch postmoderner Roman. Er ist nicht nur Krimi-Farce, Medienbetriebssatire und Seitensprunggeschichte, sondern enthält auch eine psychologische Studie, welche die Identitätsproblematik der Schriftsteller im Medienzeitalter behandelt. Darüber hinaus enthält das Buch vor allem auch ein Spiel mit den Realitätsebenen in Form eines Schlüsselromans, bei dem reale Personen in literarische Figuren überführt werden. Kritiker Walsers halten gerade aus diesem Grund den Roman für misslungen. Jan Philipp Reemtsma konstatierte, Walsers Wunsch, Marcel Reich-Ranicki durch sein Buch zu schaden, habe bei ihm zu einem „Kontrollverlust“ und einem Schreibprozess „im Zustand autosuggestiver Verstörung“ geführt. „Das Grundanliegen Martin Walsers, Marcel Reich-Ranicki in absurder und bizarrer Gestalt mit höchstem Beleidigungswert in seinem Roman auftreten zu lassen, macht alle Bemühungen um eine annähernd komplexe Erzählstruktur zunichte.“ Aufgrund eines offenen Briefs des FAZ-Herausgebers Frank Schirrmacher ist dieser Aspekt des Romans in der öffentlichen Wahrnehmung besonders hervorgetreten.Jan Philipp Reemtsma: Im Zustand autosuggestiver Verstörung, in: „FAZ“ v. 27. Juni 2002; Frank Schirrmacher: Lieber Martin Walser, Ihr Buch werden wir nicht drucken…, in: „FAZ“ v. 29. Mai 2002 Interessant dabei ist, dass die öffentliche Diskussion über Walsers Werk in vielen Punkten dem Drehbuch des Romans folgte, weswegen dieser aus heutiger Sicht beinahe prophetisch wirkt.


Öffentliche Kontroverse


Auslöser

Noch bevor der Roman anderen Rezensenten zugänglich, geschweige denn im Buchhandel erhältlich war, hatte Frank Schirrmacher das Buch von Walser persönlich für einen Vorabdruck in der FAZ erhalten. In seinem offenen Brief an Walser lehnte er eine Vorveröffentlichung in seiner Zeitung aber ab und machte damit den Inhalt des Werkes öffentlich. Schirrmacher, der 1998 bei der Verleihung des Friedenspreises an Martin Walser noch die Laudatio gehalten hatte, nannte in seinem Artikel den Roman eine zwanghaft aus Verbitterung geborene Abrechnung Walsers mit seinem langjährigen Kritiker Marcel Reich-Ranicki. Als Thema des Buches sah Schirrmacher schlicht den „Mord an einem Juden“. Das Wort „antisemitisch“, das später die Debatte beherrschen sollte, kam in seinem Artikel übrigens nicht vor.

Von Verteidigern Walsers wurde Schirrmacher sofort vorgeworfen, er habe den “journalistischen Erstschlag” erfunden (Thomas Steinfeld in der SZ) und Anstandsregeln der Presse verletzt. Schirrmacher konterte: „Elementare Anstandsregeln sind durch das Buch verletzt worden“. Walser widersprach ihm empört. Ein Buch, wie es Schirrmacher beschrieben habe, würde er nie verfassen - er sei doch nicht verrückt. Sein Roman handele einzig und allein von der Macht im Literaturbetrieb. Und wenn Schirrmacher die im Roman verwendeten Attribute für typisch jüdisch halte, sei er selber der Antisemit.Frank Schirrmacher: Ich war so angewidert (Interview), in: „Der Spiegel“ v. 3. Juni 2002; Martin Walser: Der Autor ist der Verlierer (Spiegel-Gespräch), ebd.
Die öffentliche Aufnahme des Werkes war überwiegend ablehnend. Das Interesse richtete sich dabei in erster Linie auf die in Romanform verpackte Attacke auf Reich-Ranicki und Walsers Beweggründe dafür. Hellmuth Karasek, sowohl mit Reich-Ranicki als auch Walser lange beruflich verbunden, wertete das Buch als „Dokument eines schier übermenschlichen Hasses, der den Autor überwältigt, weil er sich sein Leben lang unter der Fuchtel von Reich-Ranicki sah“, und gab damit den Tenor der Mehrzahl der öffentlichen Meinungsäußerungen vor. Stimmen zur Verteidigung Walsers blieben die Ausnahme. Der seit Jahrzehnten mit Walser und Reich-Ranicki befreundete Leitende Redakteur der Süddeutschen Zeitung Joachim Kaiser versuchte allerdings, die Wogen zu glätten, indem er diese Auseinandersetzung mit „Ehezwistigkeiten älterer Paare“ verglich, die mit den Jahren ja auch immer herber und heftiger ausfallen würden. Ansonsten aber lobte er, in dem Buch zeige sich der alte „beschwingte, persönliche, bildungsvergnügte, herzliche Walser-Sound“.Hellmuth Karasek: Mordversuch um jeden Preis, in: „Der Tagesspiegel“ v. 31. Mai 2002; Joachim Kaiser: Walsers Skandalon, in: „Süddeutsche Zeitung“ v. 5. Juni 2002

Verwunderlich ist, dass bei der Kontroverse keiner der Beteiligten an den letzten großen literarischen Streitfall um einen angeblichen „Schlüsselroman“ erinnerte, die Auseinandersetzung um Klaus Manns Mephisto, in dem Mann seine Hauptfigur Henrik Höfgen nach dem Vorbild von Gustaf Gründgens gestaltet hatte. 1966 war das Buch als „Schmähschrift in Romanform“ gerichtlich verboten worden. Der Bundesgerichtshof hatte das Verbot bestätigt und in seinem Urteil vom 20. März 1968 festgestellt, dass die Grenze künstlerischer Betätigung dort überschritten sei, wo das Lebensbild einer bestimmten Person, deren reales Vorbild zu erkennen sei, durch frei erfundene Zutaten grundsätzlich negativ entstellt werde. Die deutsche Rechtsprechung bot also gute Voraussetzungen, um auch gegen Tod eines Kritikers vorzugehen. Marcel Reich-Ranicki hielt sich aber in der Walser-Kontroverse zurück. Er distanzierte sich zwar von ihm und nahm auch seine ruhige, deeskalierende Stellungnahme zur Friedenspreisrede Walsers nachträglich zurück. Reich-Ranicki war aber schon im Fall Mephisto der Überzeugung gewesen, dass die Veröffentlichung eines solchen Buches primär dem darin Geschmähten nutzen würde.Marcel Reich-Ranicki: Noch ein Triumph des Gustaf Gründgens, in: „Die Zeit“ v. 28. Februar 1968 Vielleicht gab ihm diese Überzeugung jetzt, wo er selbst die Rolle des „Geschmähten“ einnahm, die Sicherheit, der späteren öffentlichen Wirkung von Walsers Roman gelassen entgegenzusehen.


Antisemitismusproblematik

Beinahe zwangsläufig wurde in der öffentlichen Diskussion auch die Frage behandelt, inwieweit Walser sich bei seiner Attacke auf Reich-Ranicki antisemitischer Klischees bedient habe. Bereits Martin Walsers Romane Ein springender Brunnen und Ohne einander sowie seine Rede anlässlich der Verleihung des „Friedenspreises des Deutschen Buchhandels“ hatten Stimmen laut werden lassen, die darin einen latenten Antisemitismus des Schriftstellers erkennen wollten. In allen Fällen trug die literarisch komplizierte und rational kontrovers bewertbare Auseinandersetzung Walsers mit dem Thema dazu bei, dass diese Vorwürfe entstehen konnten. Dazu kamen ressentimentgeladene öffentliche Äußerungen Walsers: „In unserem Verhältnis ist er der Täter und ich bin das Opfer“, sagte er 1998 beispielsweise über Reich-Ranicki. „Jeder Autor, den er so behandelt, könnte zu ihm sagen: Herr Reich-Ranicki, in unserem Verhältnis bin ich der Jude.“„Süddeutsche Zeitung“ v. 19./20. September 1998

Bei der Kontroverse um Tod eines Kritikers wurde allerdings von (fast) keinem Kritiker Walsers der Vorwurf erhoben, Martin Walser persönlich sei „Antisemit“, wohl aber, er habe ein „antisemitisches Buch“ geschrieben bzw. sein Buch verführe zu einer antisemitischen Rezeption. Befürworter Walsers verwiesen darauf, dass Tod eines Kritikers das Thema „Juden“ nur in einer kurzen Passage im Zusammenhang mit der medialen Aufbereitung des vermeintlichen Mordes an Ehrl-König behandelt, über dessen möglicherweise jüdische Herkunft die Zeitungen spekulieren, wobei auch der angeblich vom gekränkten Hans Lach in Richtung Ehrl-König geäußerte Satz „Ab heute nacht Null Uhr wird zurückgeschlagen“ als Skandalon und Tatmotiv eine Rolle spielt. Und sie betonen, dass Walser diesen Ausspruch nicht Lach zuordnet, sondern ihn als eine Erfindung der Medien kennzeichnet. In diesem Sinn enthalte Tod eines Kritikers die schriftstellerische Antwort Walsers auf die vorangegangenen Beschuldigungen als latenter Antisemit und verdeutliche seine sehr ablehnende Haltung gegenüber einem als ungenau empfundenen Umgang mit seinem Werk.

Kritiker Walsers meinten, dieser verengte Verteidigungsansatz greife zu kurz. Walsers Roman bediene sich bei der Beschreibung Ehrl-Königs durchgängig historischer Chiffren und antisemitischer Klischees, „angefangen bei der Tatsache, dass der Kritiker sich als Pseudonym den Namen seines Onkels „Wasserfall“ zulegt (da grüßt der Stürmer-Humor), dass seine kettenrauchende Frau nicht einmal Deutsch kann, dass der Alte ein geiler Bock ist“, so Hellmuth Karasek. Ehrl-König werde von Walser in antijüdischer Manier als heimatlose Gestalt beschrieben, ergänzte der Publizist Hanno Loewy, und seine Gestik entstamme dem Repertoire der Untermenschen. Und Thomas Assheuer erinnernten viele der Sätze, die der Dichter im Roman seinem Kritiker entgegenhält, an völkische Parolen, mit denen Schriftsteller wie Kolbenheyer, Grimm und Johst die jüdische Literaturkritik bekämpft hatten.Hellmuth Karasek, a.a.O.; Hanno Loewy: There is no business like Antisemitismus, in: „Der Tagesspiegel“ v. 10. Juni 2002; Thomas Assheuer: In den Fesseln der westlichen Schuldmoral, in: „Die Zeit“ v. 6. Juni 2002

In Walsers Verlag Suhrkamp kam es zum Streit darüber, ob man das Buch überhaupt veröffentlichen solle, und man nahm Veränderungen vor: In einer ersten Fassung wurde Ehrl-Königs Fernsehsendung noch mit der NS-Reichsschrifttumskammer verglichen und seine Gestik mit der des Volksgerichtshofs-Vorsitzenden Roland Freisler.In der veröffentlichten Fassung war daraus die Gestik des den Diktator „Hynkel“ spielenden Charlie Chaplin geworden.

Einige Kritiker gingen der Kontinuität solcher Wertungsmuster bei Walser nach. Der Direktor des Fritz Bauer Instituts Micha Brumlik warf Walser vor, die Propagierung von „Judenhaß“ jahrelang vorbereitet zu haben. Thomas Assheuer ergänzte, Walser hege schon seit langem Ressentiment gegen die „jüdisch-christlichen Tradition“ als Gegenpol der deutschen Mystik und heidnischer Tradition. Sein Roman sei „die konsequente Durchführung eines ästhetischen und politischen Programms, aus dem Walser nie einen Hehl gemacht hat“ und das sich so unterschiedlicher Quellen wie Friedrich Nietzsche, dem französischen Rechtintellektuellen Alain de Benoist und Ernst Jünger bediene. Und der Literaturwissenschaftler Klaus Briegleb zog einen Bogen von Walsers aktiver Rolle beim „Stimmungmachen“ gegen Reich-Ranicki zu Zeiten der Gruppe 47, seinem satirischen Reich-Ranicki-Portrait aus dem Jahr 1962, seinem Buch Unser Auschwitz von 1965 bis hin zum Tod eines Kritikers. Walsers „Arbeitsergebnis“ sei die Forderung: „Aufhebung der Opferkonkurrenz angesichts des Zweiten Weltkriegs, ‚Auschwitz’ und ‚Dresden’ nicht mehr unterscheiden! Eine Verständigung mit den Juden in Deutschland sei nur um den Preis zu haben, den sie entrichten müssen.“ Brieglebs Resümee: „Das ist Alt-Antisemitismus“.Micha Brumlik: Gezielt und ohne Reue, in: „Frankfurter Rundschau“ v. 7. Juni 2002; Thomas Assheuer, a.a.O.; Klaus Briegleb: Unkontrollierte Herabsetzungslust, in: „Die Welt/Die Literarische Welt“ v. 2. Juli 2002

Weil er das Gefühl hatte, von seinem Verlag im Verlauf der Debatte nicht gebührend unterstützt worden zu sein, verließ Martin Walser den Suhrkamp Verlag in Richtung Rowohlt. Den von ihm als ungenau empfundenen literaturkritische Umgang mit seinen Texten, besonders im Fall von Tod eines Kritikers, hat Walser später im Roman Der Augenblick der Liebe literarisch aufgearbeitet.


Ausgaben

Das Buch ist derzeit im Buchhandel nicht mehr lieferbar. Zwei Ausgaben sind erschienen:

  • Tod eines Kritikers. Roman, 2. Aufl., 218 S., Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2002, ISBN 3-518-41378-3.
  • Tod eines Kritikers. 4. Aufl., ungekürzte Taschenbuch-Ausg., 219 S., List-Taschenbuch-Verlag, München 2004, List-Taschenbuch 60326, ISBN 3-548-60326-2.

Dazu eine Hörbuch-Ausgabe, ebenfalls vergriffen:

  • Tod eines Kritikers. Autorenlesung, 4 CDs, Eichborn LIDO, Frankfurt am Main 2002, ISBN 3518413783


Anmerkungen


Literatur

  • Dieter Borchmeyer, Helmuth Kiesel (Hrsg.): Der Ernstfall. Martin Walsers „Tod eines Kritikers“., Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2003, ISBN 978-3-455-09413-8.
  • Torsten Gellner: Ein antisemitischer Affektsturm? Walser, Schirrmacher, Reich-Ranicki und der „Tod eines Kritikers“. Tectum-Verlag, Marburg 2004, ISBN 978-3-8288-8730-5.
  • Georg Heller: Endlich Schluß damit? „Deutsche“ und „Juden“ – Erfahrungen. Mit Vorwort von: Martin Walser, Ed. Isele Verlag, Eggingen 2002, ISBN 978-3-86142-269-3.
  • Frank Hinkerohe: Martin Walsers Roman „Tod eines Kritikers“ in der Diskussion der deutschen Literaturkritik. WiKu-Verlag, Duisburg 2006, ISBN 978-3-86553-151-3.
  • Daniel Hofer: Ein Literaturskandal, wie er im Buche steht. Zu Vorgeschichte, Missverständnissen und medialem Antisemitismusdiskurs rund um Martin Walsers Roman „Tod eines Kritikers“. LIT-Verlag, Berlin/Wien, 2007, ISBN 978-3-8258-0378-0.
  • Matthias N. Lorenz: „Auschwitz drängt uns auf einen Fleck“ : Judendarstellung und Auschwitzdiskurs bei Martin Walser. Metzler-Verlag, Stuttgart 2005, ISBN 978-3-47602-119-9.
  • Stefan Neuhaus: Martin Walsers Roman „Tod eines Kritikers“ und seine Vorgeschichte(n). Schriftenreihe: Vorträge - Reden - Berichte / Bibliotheksgesellschaft Oldenburg. BIS-Verlag, Oldenburg 2004, ISBN 3-8142-0911-7.
  • Dieter Stein (Hrsg.): Der Streit um Martin Walser. Beiträge und Interviews von Eckhard Henscheid, Joachim Kaiser, Heimo Schwilk, Martin Walser, Günther Zehm u. a. Edition JF, Berlin 2002, ISBN 3-929886-13-8.


Weblinks

  • Umfangreiche Textsammlung zum Werk – Von: TourLiteratur (Hinweis: teilweise tote Links enthalten).
  • Rezension bei Lernforum Deutsch – Buchbesprechung: Martin Walser, Tod eines Kritikers. Im: Lernforum Deutsch als Fremdsprache, Universität Bonn.
  • Rezension bei Literaturkritik.de – Thomas Anz: Viel Lärm um Wenig. Anmerkungen zum Streit um Walsers Roman „Tod eines Kritikers“. In: literaturkritik.de, Nr. 6, Juni 2002.
  • Essay von Wolfram Schütte – Der Sommer der Ressentimentalisten. Eine Besichtigung der Medienlandschaft nach der jüngsten Walserei. Veröffentlicht vom: Fritz Bauer Institut, Studien- und Dokumentationszentrum zur Geschichte und Wirkung des Holocaust, Frankfurt am Main, Oktober 2002.

Schreibens wird das || Trillium Report

Der Trillium Report ist eine medizinische Fachzeitschrift, die sich mit Innovationsmanagement in der Medizin befasst. Ihr interessantester Aspekt ist der redaktionelle Ansatz: Sie ist die erste medizinische Fachzeitschrift, die die Wiki-Technologie für Kollaboratives Schreiben nützt.


Geschichte

  • Gegründet 1997
  • Kollaboratives Schreiben seit 2005
  • Online-Version seit Juli 2006
  • Herausgeber: Prof. Dr. med. Georg Hoffmann, Universität München, University of Virginia
  • Auflage: 10.000
  • Verlag: Wikom
  • Sprache: Deutsch


Technik und Nutzen

Der Trillium Report benützt ein Content-Management-System. Das zugrunde liegende Programm Triki (= Trillium Wiki) wurde in PHP und JavaScript erstellt und benützt MySQL als Datenbank.
Die Funktionalität ähnelt derjenigen von Wikipedia mit zwei Ausnahmen:

  • Nur eingeladene Autoren erhalten Zugang und werden von einem Redaktionsteam geführt.
  • Ein automatisches Nachrichtensystem stellt sicher, dass jede Änderung von einem Koautor geprüft wird.

Dieses Konzept verhindert Vandalismus und stimuliert die Autoren zu kontinuierlicher Bearbeitung der Texte.


Wissenschaftliche Aspekte

Das Triki-Benachrichtigungssystem benützt den Algorithmus der so genannten floating couples: Bei Änderungen eines Kapitels wird immer der vorletzte Autor benachrichtigt, sofern er nicht identisch mit dem letzten Autor ist. Ein Link führt den benachrichtigten Autor an die zuletzt geänderte Stelle im Artikel. Diese Prinzip stellt sicher, dass jede Änderung von einem Koautor überprüft wird. Abhängig von der Zugriffsfrequenz kann der Text im Zeitraum zwischen Benachrichtigung und nächstem Zugriff bereits mehrfach geändert worden sein, so dass sich jeweils unterschiedliche “Paare” von Autoren und Koautoren bilden.

Die wissenschaftliche Herausforderung des Triki-Ansatzes ist die Optimierung der Anzahl von Autoren für eine bestimmte Aufgabe. Idealerweise sollte die Zahl so hoch sein, dass die automatischen Benachrichtigungen den Prozess des kollaborativen Schreibens unterhalten ohne als Spam empfunden zu werden. Es ist offensichtlich, dass die “ideale” Anzahl keine Konstante ist, sondern von spezifischen Merkmalen der Anwendergruppe sowie der Komplexität der Aufgabe abhängt.
Der Triki-Ansatz leistet einen wissenschaftlichen Beitrag zum schnellen web-basierten Wissensmanagement, das von der Zeitschrift als Wikilogie bezeichnet wird.


Weblinks

  • Trillium Report
  • Triki

Das Notizbuch || Victor Klemperer

Victor Klemperer (* 9. Oktober 1881 in Landsberg an der Warthe (heute Gorzów Wielkopolski); † 11. Februar 1960 in Dresden) war ein deutscher Literaturwissenschaftler und Schriftsteller. Zu seiner Bekanntheit trugen neben seiner Abhandlung LTI (Lingua Tertii Imperii, Sprache des Dritten Reichs) vor allem seine Tagebücher bei, in denen er akribisch seine Ausgrenzung als jüdischer Intellektueller aus der deutschen Gesellschaft im Alltag der Zeit des Nationalsozialismus dokumentierte.


Leben

Victor Klemperer, Vetter des Dirigenten und Komponisten Otto Klemperer, war das achte und jüngste Kind von Dr. Wilhelm Klemperer und seiner Ehefrau Henriette geb. Frankel. Victor hatte drei Brüder und vier Schwestern. Sein Vater war zunächst in Landsberg und später in der jüdischen Reformgemeinde in Berlin Rabbiner. Das Französische Gymnasium Berlin verließ Victor Klemperer zunächst ohne Abschluss, um auf Drängen seiner Eltern eine kaufmännische Lehre zu absolvieren. 1902 holte er in Landsberg an der Warthe das Abitur nach und studierte dann Philosophie, Romanistik und Germanistik in München, Genf, Paris und Berlin. Am 16. Mai 1906 heiratete er Eva Schlemmer. Von 1905 bis 1912 lebte er als freier Publizist in Berlin. 1912 konvertierte er zum Protestantismus. Die Promotion erlangte er 1912, 1914 dann die Habilitation. 1914 bis 1915 arbeitete Klemperer als Lektor an der Universität Neapel und meldete sich anschließend als Kriegsfreiwilliger. Vom Winter 1915 bis Frühjahr 1916 war er als Artillerist an der Westfront eingesetzt, später bei der Militärzensur als Buchprüfer in Kowno und Leipzig. 1920 wurde er als Professor für Romanistik an die Technische Hochschule Dresden berufen.

1935 wurde Klemperer auf Grund des nationalsozialistischen Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums unter Federführung des Gauleiters Martin Mutschmann aus seiner Professur an der TH Dresden entlassen. Er konzentrierte sich daraufhin auf die im Juli 1933 begonnene Arbeit zur „Geschichte der französischen Literatur im 18. Jahrhundert“, die in zwei Bänden 1954 und 1960 erschien. Als dann Juden auch der Zugang zu Bibliotheken und das Abonnieren von Zeitungen und Zeitschriften verboten wurde, waren ihm die Hände gebunden und er musste diese wissenschaftliche Arbeit endgültig einstellen. Um so intensiver widmete er sich darum seinen Tagebüchern und begann 1938 die Arbeit an seiner Vita. Während der Kriegsjahre legte er mit seinen Tagebuchaufzeichnungen die Grundlage für seine geplante Abhandlung zur Sprache des Dritten Reiches, der „LTI“ (Lingua Tertii Imperii). Diese Tagebuchnotizen führte Klemperer als Loseblattsammlung, die er in regelmäßigen Abständen durch seine Frau bei einer Freundin verstecken ließ, da eine Entdeckung durch die Gestapo bei den permanent drohenden Haussuchungen fatale Folgen gehabt hätte.

Nachdem er 1940 aus seinem erst 1934 bezogenen Haus in Dresden-Dölzschen vertrieben wurde, lebten er und seine Frau in verschiedenen so genannten Judenhäusern in Dresden. Die Luftangriffe auf Dresden in der Nacht vom 13. auf den 14. Februar 1945 überlebte das Paar unverletzt und entkam der drohenden Deportation. Zitat aus „LTI“:

Am Abend dieses 13. Februar brach die Katastrophe über Dresden herein: die Bomben fielen, die Häuser stürzten, der Phosphor strömte, die brennenden Balken krachten auf arische und nichtarische Köpfe, und derselbe Feuersturm riß Jud und Christ in den Tod; wen er aber von den etwa 70 Sternträgern diese Nacht verschonte, dem bedeutete sie Errettung, denn im allgemeinen Chaos konnte er der Gestapo entkommen.

Nach einer mehrmonatigen Flucht durch Sachsen und Bayern kehrten die Klemperers im Juni 1945 nach Dresden und schließlich in ihr Haus in Dölzschen zurück. Die folgenden Monate, in denen Klemperers berufliche Zukunft weiterhin unsicher blieb, nutzte er zur Niederschrift seines Buches LTI, das 1947 erschien.

Eine Übersiedlung in die Westzonen lag ihm gefühlsmäßig fern, da er lieber mit den „Roten“ als mit den „alten Braunen“ seine restliche Lebenszeit verbringen wollte. Eva und Victor Klemperer traten nach kurzer Überlegung der KPD bei und zählten somit im weitesten Sinne zur politischen Elite in Dresden. Von 1947 bis 1960 war Klemperer an den Universitäten Greifswald, Halle und Berlin tätig. 1950 wurde er als Vertreter des Kulturbundes Abgeordneter der Volkskammer der DDR sowie ordentliches Mitglied der Akademie der Wissenschaften und bemühte sich, der französischen Sprache eine angemessene Stellung bei der Sowjetisierung der SBZ einzuräumen.

Nach dem Tod von Eva Klemperer 1951 heiratete Klemperer 1952 Hadwig Kirchner. Victor Klemperers Grabstelle befindet sich auf dem Friedhof in Dresden-Dölzschen.


Geschwister

Die Geschwister Victor Klemperers

  • Georg, 1865-1946, Arzt, Direktor des Krankenhauses Berlin-Moabit
  • Felix, 1866-1932, Arzt, Direktor des Krankenhauses Berlin-Reinickendorf
  • Margarete(Grete), 1867-1942, verh. Riesenfeld
  • Hedwig, 1870-1893, verh. Machol
  • Berthold, 1871-1931, Rechtsanwalt
  • Valeska (Wally), 1877-1936, verh. Sußmann
  • Marta, 1873-1954, verh. Jelski


Auszeichnungen und Ehrungen

  • 1952 Nationalpreis II. Klasse für Kunst und Literatur
  • 1956 Vaterländischer Verdienstorden in Silber
  • 1960 F.-C.- Weiskopf Preis der Akademie der Künste zu Berlin (postum)
  • 1995 Geschwister-Scholl-Preis der Stadt München (postum), mit Laudatio von Martin Walser


Tagebuch

Im ausführlichen Tagebuch legte Klemperer sich Rechenschaft ab über seine wissenschaftliche Karriere und die zahllosen Intrigen an der Universität, beispielsweise die Konkurrenz zu Ernst Robert Curtius. Weiter schrieb er über die Beziehung zu seiner Frau, die oft kränklich war, beschrieb Personen und Landschaften. Aufmerksam verfolgte er sein eigenes Befinden und die Fortschritte seines wissenschaftlichen Schreibens. Häufig wurde er von Selbstzweifeln heimgesucht. Seine prekäre Existenz als konvertierter Jude und gegen ihn gerichtete antisemitische Anfeindungen thematisierte er oft in seinem Tagebuch. In den 1930er Jahren lässt sich mitverfolgen, wie Klemperer langsam und systematisch ausgegrenzt wurde, zunächst nur in der Wissenschaft, später auch im privaten Leben. Die Tagebücher sind Zeugnis einer Atmosphäre großer, immer größer werdender Angst, in der Klemperer und die anderen Bewohner des „Judenhauses“ lebten: Angst vor der Gestapo, aber auch Angst vor der weitreichend antisemitischen deutschen Bevölkerung. Verzweifelt suchte Klemperer nach Anzeichen für eine Wendung zum Besseren: Er legte großen Wert auf an sich nichtige Höflichkeiten von deutschen Nicht-Juden ihm gegenüber, und er berichtet hoffnungsvoll von (vermeintlichen) Vorboten des Endes der Diktatur.
Die Tagebücher wurden ab 1996 im Aufbau-Verlag veröffentlicht und waren ein großer verlegerischer Erfolg. Die Tagebücher der Jahre 1933 bis 1945 gelten heute als wichtiges Dokument der Zeitgeschichte und sind Standardwerke für den Geschichts- und Deutschunterricht. Eine ungekürzte und umfangreich kommentierte Fassung der Tagebücher 1933 - 1945 erschien 2007 als elektronische Edition auf CD-ROM.


Filme

  • Klemperer – Ein Leben in Deutschland“,
    12-teilige Fernsehserie, Deutschland 1999, Regie Kai Wessel, Verfilmung von Klemperers Leben während der Zeit des NS-Regimes nach der dramaturgischen Aufarbeitung von Klemperers Tagebüchern durch Peter Steinbach (Drehbuch), Titelrolle: Matthias Habich.
  • Die Sprache lügt nicht“,
    Dokumentarfilm über Klemperers Analyse der Sprache des „Dritten Reiches“ (Lingua Tertii Imperii), Frankreich 2004, Regie: Stan Neumann, 79 Minuten


Zitate

  • Worte können sein wie winzige Arsendosen: Sie werden unbemerkt verschluckt, sie scheinen keine Wirkung zu tun, und nach einiger Zeit ist die Giftwirkung doch da.“ Aus: LTI – Notizbuch eines Philologen
  • Was an mir liegt, so soll das Judenhaus Caspar-David-Friedrich-Straße 15 b mit seinen vielen Opfern berühmt werden.“ aus Tagebücher 1942
  • Ich bin so eine Art Patriarch von Dölzschen.“ Aus: Das Tagebuch, 1945 - 1949.


Werke

  • Die moderne französische Prosa 1870–1920, Berlin 1923
  • Die französische Literatur von Napoleon bis zur Gegenwart, 4 Bde., Berlin 1925-31 (Neuausg. 1956 unter dem Titel Geschichte der französischen Literatur im 19. und 20. Jahrhundert)
  • LTI – Notizbuch eines Philologen, Berlin, 1947 (Ausgabe beim Reclam Verlag Leipzig, ISBN 3-379-00125-2)
  • Geschichte der französischen Literatur im 18. Jahrhundert, Bd. 1: Berlin, 1954, Bd. 2: Halle 1966

aus dem Nachlass:

  • Curriculum Vitae (Band I – II). Berlin 1996, ISBN 3-746-65500-5
  • Leben sammeln, nicht fragen wozu und warum – Tagebücher 1919–1932. Berlin 1996, ISBN 3-351-02391-X
  • Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten – Tagebücher 1933–1945 (Band I–VIII). Berlin 1995, ISBN 3-7466-5514-5
  • Und so ist alles schwankend – Tagebücher Juni–Dezember 1945. Berlin 1996, ISBN 3-7466-5515-3
  • So sitze ich denn zwischen allen Stühlen. Tagebücher 1945–1959 (Band I–II). Berlin 1999, ISBN 3-351-02393-6
  • Das Tagebuch 1933–1945. Eine Auswahl für junge Leser. 2. Auflage, Berlin 1997.
  • Victor Klemperer: Die Tagebücher 1933–1945. Kritische Gesamtausgabe. CD-ROM. Berlin, 2007. ISBN-13: 978-3-89853-550-2


Literatur

  • Steven E. Aschheim: Scholem, Arendt, Klemperer: Intimate Chronicles in Turbulent Times (engl.) Indiana University Press, Bloomington 2001, ISBN 0253338913 (Italienisch: G. Scholem, H. Arendt, V. Klemperer. Tre ebrei tedeschi negli anni bui La Giuntina, Firenze
  • Hannes Heer (Hg.): Im Herzen der Finsternis. Victor Klemperer als Chronist der NS-Zeit, Aufbau-Verlag, Berlin 1997
  • Norbert Haase, Stefi Jersch-Wenzel, Hermann Simon (Hg.): Die Erinnerung hat ein Gesicht. Fotografien und Dokumente zur nationalsozialistischen Judenverfolgung in Dresden 1933-1945, bearb. von Marcus Gryglewski, Kiepenheuer, Leipzig 1998, ISBN 3378010266


Siehe auch

  • Victor-Klemperer-Wettbewerb


Weblinks

  • www.ub.fu-berlin.de - Linksammlung der Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin
  • Informationen über die Verfilmung der Lebensgeschichte
  • Die Tagebücher von Victor Klemperer (RealMedia-Audio einer Sendung des Bayerischen Rundfunks, auch zum Download - 18:59 Min., 20,2 MB; zahlreiche weitere Materialien, auch für Lehrende)
  • Biographie auf den Seiten des Victor-Klemperer-Kollegs in Berlin
  • Geschwister-Scholl-Preis 1995, Laudatio für Victor Klemperer
  • Episodenführer zur TV-Serie


Hördateien

  • Gesprochener Artikel

Kick von || Dirk Schulz

Dirk Schulz (* 20. Februar 1965 in Minden) ist ein deutscher Zeichner und Comicillustrator.

Er studierte visuelle Kommunikation und erwarb 1992 ein Diplom als Designer. Bekannt wurde er vor allem durch die Comic-SF-Serie “Indigo”, die er zusammen mit dem Autor Robert Feldhoff entwickelte. Er zeichnet alle seine Comics in seiner Freizeit. Hauptberuflich arbeitet er in einer Werbeagentur.


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