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Roger || Crouch

Crouch ist der Nachname mehrerer Personen:

  • Andraé Crouch (* 1942), US-amerikanischer Gospelsänger und Komponist
  • Peter Crouch (* 1981), englischer Fußballspieler
  • Roger Crouch (* 1940), amerikanischer Physiker, der an zwei Space-Shuttle-Flügen teilnahm

Dem katastrophalen Verlust || Berufsschutz

Der sogenannte Berufschutz ist ein Begriff aus dem Recht der deutschen gesetzlichen Rentenversicherung. Nur wer Berufschutz genießt, konnte eine Berufsunfähigkeitsrente nach altem, bis zum 31. Dezember 2000 geltenden Recht erhalten oder kann - sofern er vor dem 2. Januar 1961 geboren ist - eine Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung bei Berufsunfähigkeit erhalten.

Hierbei ist zunächst ein Hauptberuf zu ermitteln, wofür nur versicherungspflichtige Tätigkeiten heranzuziehen sind. Maßgebend ist die zuletzt auf Dauer angelegte versicherungspflichtige Tätigkeit. Es muss sich um eine Tätigkeit handeln, für die eine vorgeschriebene Ausbildung erfolgreich durchlaufen wurde. Neben dieser formellen Ausbildung gibt es aber im Arbeitsleben auch die Möglichkeit, sich theoretische und praktische Kenntnisse durch entsprechende (vollwertige) Tätigkeiten anzueignen. Dann müssen diese Tätigkeiten tatsächlich verrichtet und eine entsprechende tarifliche Einstufung erfolgt sein. Der Berufschutz wird in verschiedenen Stufen gewährt, vom Meister/Facharbeiter bis zum Angelernten, bzw. vom Akademiker über den höheren Angestellten bis zum Angelernten; Ungelernte haben keinen Berufschutz (sog. 4-Stufenschema des Bundessozialgerichtes). Ein Versicherter, der seinen Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben kann, darf nur auf Tätigkeiten der jeweils niedrigeren Stufe verwiesen werden.

Verlust des Berufschutzes tritt durch freiwillige Lösung vom bisherigen Beruf ein. Das ist dann der Fall, wenn sich der Versicherte einer anderen (auch) niederwertigeren Tätigkeit auf Dauer freiwillig zugewandt hat. Waren hingegen gesundheitliche Gründe maßgebend, tritt kein Verlust des Berufschutzes ein. Liegt ein Arbeitsplatzverlust vor, kommt es darauf an, ob sich der Versicherte damit abgefunden oder versucht hat, wieder in den alten Beruf zurückzukehren (z. B. durch Bewerbungen). Je länger die alte Tätigkeit zurückliegt, um so wahrscheinlicher ist die Lösung und der Verlust des Berufschutzes.

Wird das Notizbuch || Internet Messaging Program

Das Internet Messaging Program (kurz: IMP) ist ein Open Source-Webmailer für das Horde Framework auf PHP-Basis.

IMP war ursprünglich ein eigenständiges Programm. Da aber viele Verbesserungsvorschläge und Erweiterungswünsche der Nutzerbasis thematisch nicht mehr dem Bereich Webmail zugeordnet werden konnten, kam es zu einer Trennung in das Framework Horde und dem darauf aufbauenden Modul IMP. Für den Betrieb von IMP ist seither eine lauffähige Installation von Horde notwendig.

Diese Abhängigkeit kann bei Neueinsteigern für einige Verwirrung sorgen. Letztendlich ist es auch einfacher, ein einzelnes Paket zu installieren als gleich zwei (oder mehr) hintereinander.

IMP kann über die Horde-API auf andere Horde Module zugreifen. So kann IMP beispielsweise das Modul Turba als Adressbuch verwenden oder aus E-Mails heraus Notizen in Mnemo (Hordes virtuelles Notizbuch) abspeichern.

IMP greift in neueren Versionen recht stark auf JavaScript und dynamisches HTML zurück um diverse Funktionen zu implementieren. Dies kann mit älteren Browsern diverse Probleme ergeben.


Features

Neben dem obligatorischen webbasierten Zugriff auf IMAP-, POP3- und SMTP-Server bietet IMP folgende Funktionen:

  • IMAP Folder Subscription
  • Das Erstellen von IMAP-Verzeichnissen kann eingeschränkt werden
  • Der Namensraum des IMAP-Servers kann via RFC 3501 ermittelt werden
  • Verschlüsselung mit GPG/PGP und S/MIME
  • Thread-Ansicht (praktisch zum Lesen von Mailinglisten)
  • Unterstützung für Spamerkennungsprogramme wie zum Beispiel SpamAssassin
  • E-Mail-Anhänge können im Verbund mit dem Modul Gollem direkt aus oder in den Webspace des Nutzers hinein geladen werden
  • E-Mail-Anhänge können gesammelt als ZIP-Datei heruntergeladen werden
  • Ein WYSIWYG-Editor ist für das Erstellen von HTML-E-Mails verfügbar
  • ispell oder aspell können zur Rechtschreibeprüfung eingebunden werden
  • Virtuelle Verzeichnisse (Alle ungelesenen E-Mails können in einem virtuellen Eingangsverzeichnis angezeigt werden. Gleiches gilt für E-Mails, die einem angegebenen Suchkriterium entsprechen).


Varianten


Mobile IMP

MIMP ist, eine abgespeckte Version von IMP für WAP fähige Handys und PDAs.
Die Funktionen von MIMP umfassen das Durchsuchen von Mailboxen sowie das Anzeigen, Löschen, Weiterleiten, Beantworten und Erstellen von E-Mails.

Eine erste Version für den Produktionseinsatz wurde am 7. Juni 2006 herausgegeben. Siehe hierzu auch die Ankündigung.


DIMP

DIMP ist eine Version von IMP mit volldynamischer Oberfläche, die via Ajax realisiert wird. DIMP befindet sich noch in einer Beta-Phase und dient den Entwicklern zum Experimentieren mit neuen Technologien. Gelegentlich werden neue Funktionen von DIMP in die Hauptimplementation übernommen.

DIMP benötigt neben einer Installation des Horde-Frameworks auch noch eine aktuelle Version von IMP, da DIMP sich dessen Codebasis bedient.


Siehe auch

  • Horde (Framework),
  • SquirrelMail,
  • SQWebMail,
  • Citadel


Weblinks

  • Projektseiten:

    • IMP
    • MIMP
    • DIMP
  • Freshmeat-Projektseite

Der Dusche || Speibecken

Ein Speibecken ist eine wassergespülte Sanitärinstallation zur hygienischen Entsorgung von menschlichen Ausscheidungen, die durch den Mund abgegeben werden, wie Speichel, Wasser, Blut oder Erbrochenes, aber auch von aufgenommenen Fremdkörpern wie Ruß.


Geschichte

Der Legende nach gab es in den Villen reicher Römer ein Vomitorium, in dem man bei Gelagen den Magen leeren konnte, um weiteressen zu können.


Zahnarztpraxis

In der Zahnarztpraxis handelt es sich um ein kleines, zumeist rundes Porzellanbecken mit einer Absaugvorrichtung und einer tangential am Rand angebrachten Spüldüse. Es wird meist mittels eines Schwenkarms am Behandlungsstuhl befestigt.


Gastronomie

In traditionell ausgestatteten Gastronomiebetrieben (aber auch in studentischen Verbindungshäusern) findet man noch öfter ein Speibecken in Form eines viereckigen Porzellanbeckens mit abgerundeten Kanten und einem an der Wand befestigten Metallgriff. Es ist etwa in Brusthöhe montiert und hat eine leistungsfähige Wasserspülung und ein Fallrohr ähnlich einer Spültoilette, jedoch meist mit etwas größerem Durchmesser der Spülöffnung. Luxusausführungen haben gepolsterte Armlehnen. Diese Becken dienen der Aufnahme von Erbrochenem, falls sich einer der Gäste beim Alkoholkonsum übernommen hat.

Eine weitere verbreitete Bezeichnung ist „großes weißes Telefon“, da zum Nachspülen meist eine Duschbrause angebracht ist, die üblicherweise einem Telefonhörer ähnelt.

In der Studentensprache wird das Speibecken Pabst oder Papst genannt. Ersteres sei vom lateinischen Verb pabere (spucken, speien) abgeleitet, was aber auch auf die üblichen Schreibvarianten im mittelhochdeutschen (p/b wie z.B. auch k/g) zurückgeführt werden kann.
Die Bezeichnung Papst (Babst) aus dem althochdeutschen Wort bâbes Eintrag „Papst, Pabst“ im Deutschen Wörterbuch von Grimmfür den Abtritt und für einen Toilettenstuhl (in Anspielung auf den „Stuhl Petri“) ist bereits im 16. Jhd. bei Johann Fischart nachgewiesen Fischart, Johann: Bienenkorb. Des Heil. Röm. Imenschwarms, seiner Hummelszellen, Hurnaußnäster, Brämengeschwürm und Wespengetöß. Sam[m]t Läuterung der H. Rö. Kirchen Honigwaben, Christlingen (d.i. Straßburg) 1580/1588, S. 208-211 und findet sich mundartlich und studentensprachlich im Zusammenhang mit Erbrechen überwiegend in protestantischen Gebieten.Karl Albrecht: Die Leipziger Mundart. Grammatik und Wörterbuch der Leipziger Volkssprache. Zugleich ein Beitrag zur Schilderung der Volkssprache im Allgemeinen, Leipzig 1880, S. 179 Hier ist auch schon das Verb papsten für sich übergeben belegt. Für den Begriff des Erbrochenen gilt in der Studentensprache das Wort “Papstat”. Die frühe Übernahme in die Studentensprache als Synonym für Speibecken oder Toilette sollte Ausdruck einer besonderen Verachtung der römischen Kirche sein.


Bergbau

Nach der Neufertschen Bauentwurfslehre sind Speibecken dieser Form auch in Waschkauen im Bergbau vorzusehen. Vermutlich ist ihr Zweck dort das Ausspucken der Expektoration bei der typischen Bergmannslunge. Diese Anwendung ist heute allerdings eher rückläufig.


Seefahrt

Auf (Passagier-)Schiffen finden sich häufig Speibecken, die zur Benutzung durch Seekranke vorgesehen sind.


Einzelnachweise


Siehe auch

  • Vomitorium
  • Spucknapf

Geistigen || Romantische Medizin

Romantische Medizin bezeichnet eine vor allem in Deutschland um 1800 populäre Richtung der Medizin. Sie nimmt Bezug auf die romantische Naturphilosophie von Friedrich Wilhelm Joseph von Schelling.

Die romantische Medizin wird häufig als eine spekulative Sackgasse des wissenschaftlichen Fortschritts in der Medizin gesehen. Philosophische Überlegungen zum Einswerden mit den geistigen Kräften der Natur waren wichtiger als klinische Beobachtungen an Patienten.

Johannes Peter Müller gelingt ab 1833 als Professor für Physiologie in Berlin die Rückkehr zu einer wissenschaftlich orientierten Medizin.

Eine Inspiration || Dwele

Dwele (bürgerlicher Name: Andwele Gardner) (* in Detroit) ist ein afroamerikanischer Soul-Sänger, Musiker, Songschreiber und Produzent aus Detroit, Michigan.

Dweles Debüt-Album “Subject” erschien im Sommer 2003 bei Virgin Records. Sein zweites Werk “Some kinda ..” erschien im Oktober 2005 und beinhaltete die Single “I think I love u”, die es in den USA bis auf den 53. Platz der Single-Charts geschafft hat. Dwele ist auf den Platten von Slum Village und J Dilla zu hören.

Multiinstrumentalist Dwele spielte auf seinen Alben Gitarre, Bass, Piano und sogar die Bläserarrangements selber ein. Als Inspiration bezeichnet er Donny Hathaway, Miles Davis, Marvin Gaye und Stevie Wonder.


Diskografie


Alben

  • Subject (Virgin, 2003)
  • Some kinda .. (Virgin, 2005)
  • Kanye West feat. Dwele - Flashing Lights(2007)


Weblinks

  • Offizieller Webauftritt (englisch)

Wird dahingehend zitiert || Sachliteratur

Sachliteratur (Gegensatz: Belletristik) ist ein Teilgebiet der Literatur. Mit Sachliteratur bezeichnet man diejenigen Werke, die sich mit Fakten abgeben (en: non fiction).

Die Abgrenzung zur Fachliteratur ist fließend, man kann jedoch grob dahingehend unterscheiden, dass Sachliteratur ein weiter gefasster Begriff ist, der zum Beispiel auch populärwissenschaftliche Texte umfasst.

Dazu zählen:

  • Sachbücher
  • Fachbücher
  • Fachzeitschriften, Journale etc. und die
    • einzelnen, in ihnen enthaltenen Sachartikel
  • Sach-Publikationen im Internet.

Heute wird die Sachliteratur zunehmend in Form elektronischer Medien publiziert, vor allem auf CD-ROM oder DVD und auf speziellen Websites.


Literatur

  • Horster, Marietta, (Ed.): Antike Fachschriftsteller. Literarischer Diskurs und sozialer Kontext. Stuttgart, Steiner, 2003 (Palingenesia, Band 80) ISBN 3-515-08243-3
  • Crossgrove, William: Die deutsche Sachliteratur des Mittelalters. Bern, Lang, 1994. ISBN 3-906750-88-4
  • Meinel, Christoph (Ed.): Fachschrifttum, Bibliothek und Naturwissenschaft im 19. und 20. Jahrhundert. Wiesbaden, Harrassowitz, 1993. ISBN 3-447-03913-2

Und einem || Eitempera

Eitempera ist ein leuchtstarkes und farbintensives Malmittel.

Sie wird aus einem Teil Eigelb, einem Teil Leinöl und einem Teil Wasser hergestellt.
Je mehr Pigment verwendet wird, desto stärker ist die Deckkraft. Zur Eindickung kann man Chamois Kreide verwenden.

Eitemperafarben werden traditionell zum Malen von Ikonen und als Untermalung von Ölbildern in Lasurtechnik verwendet.

Sogar || Benshi

Die Benshi (jap. 弁士) waren in den frühen Jahren des japanischen Kinos Sprecher, die neben der Leinwand standen und den Charakteren auf jener ihre Stimme verliehen. Die Erzählungen und Erklärungen der Benshi galten als sehr wichtige cinematographische Komponente im frühen japanischen Filmerlebnis und viele Benshi schafften es sogar zu einer gewissen Berühmtheit.

Indem die || Reverse Takeover


Reverse Takeover

Ein Reverse Takeover (RTO), Back Door Listing oder Reverse Merger ist eine Transaktion
bei der ein nicht börsennotiertes Unternehmen ohne einen Börsengang zu einem börsennotierten Unternehmen wird. Dies geschieht, indem die Aktionäre des nicht notierten Unternehmens ihre Aktien an ein börsennotiertes Unternehmen verkaufen und im Gegenzug dazu Aktien des börsennotierten Unternehmens bekommen.

Gründer von Creative || Baedeker

Baedeker ist ein

Familienname

  • Adolf Baedeker (* 1810), Gründer einer Buchhandlung in Rotterdam und in Köln
  • Diedrich Baedeker (1680–1716), Buchhändler in Bielefeld
  • Franz Gotthilf Heinrich Baedeker (1752–1825), Generalsuperintendent und Pastor in Dahl
  • Fritz Baedeker (1844–1925), deutscher Verleger
  • Gottschalk Diedrich Baedeker (1778–1841), Gründer des Verlags G. D. Baedeker in Essen und Vater von Karl Baedeker
  • Hans Baedeker (1874–1959), Publizist
  • Hugo Baedeker (1846–1879), Gründer einer Buchhandlung in Mülheim an der Ruhr
  • Julius Baedeker (1814–1880), Gründer einer Buchhandlung und eines Verlags in Elberfeld und in Iserlohn mit Druckerei und Gründer der Iserlohner Zeitung
  • Karl Baedeker (1801–1859), Gründer des Baedeker-Verlags in Stuttgart, ältester Sohn von Gottschalk Diedrich Baedeker
  • Zacharias Gerhard Diedrich Baedeker (1750–1800), Buchdrucker in Essen

Als Firmenname:

  • Baedeker-Verlag Stuttgart
  • G. D. Baedeker Verlag Essen

Begriff:

  • Baedeker Blitz (Baedeker Raids) sind in England ein fester Begriff für die Angriffe der deutschen Luftwaffe 1942 im zweiten Weltkrieg auf Städte mit Gebäuden mit mindestens zwei Sternen im Baedeker Reiseführer

Notizen aller || Moreda

Moreda (asturisch Morea) ist ein Ort bzw. ein Kirchspiel (Parroquia) in der Gemeinde Aller der autonomen Region Asturien in Spanien.


Geographie

Moreda hat 5.339 Einwohner (2004) und eine Grundfläche von 27,98 km². Es liegt auf 300 m über NN.

Die nächste größere Ortschaft ist Cabañaquinta, der 12 km entfernte Hauptort der Gemeinde Aller. Moreda umfasst die Ortsteile, Dörfer und Weiler Les Ferraes, Campera, El Caleyu, La Barraca, El Campo, La Viñona, El Carmen, San Isidro, Sotiello, Tartiere und Caleyón.


Klima

Angenehm milde Sommer mit ebenfalls milden, selten strengen Wintern. In den Hochlagen können die Winter durchaus streng werden.


Fiesta

  • 11. November: Fiesta de los Humanitarios


Sehenswürdigkeiten

  • Zahlreiche Minen in denen noch bis vor kurzem abgebaut wurde, Führer vor Ort.


Weblinks

  • Fotogallerie über Moreda

Liniert || Notenbüchlein für Anna Magdalena Bach

Die Notenbüchlein für Anna Magdalena Bach sind zwei Notenhefte von 1722 und 1725, die Johann Sebastian Bach und seine Frau Anna Magdalena zusammengestellt haben.

Die Notenbücher werden in der Staatsbibliothek zu Berlin aufbewahrt. Auch für seinen Sohn Wilhelm Friedemann hat J. S. Bach ein Klavierbüchlein verfasst.


Das Notenbuch aus dem Jahre 1722

Das Format des in Köthen entstandenen Buchs ist Klein-Querquart; die Deckel sind mit grünem Papier, Rücken und Ecken mit braunem Leder überzogen. Das Buch enthält 25 Blätter mit 48 beschriebenen Notenseiten, zwei Seiten sind liniert, aber unbeschrieben. Sämtliche Blätter haben sich aus dem Einband gelöst, einzelne Lagen sind verloren gegangen.

Die Innenseite des Deckels trägt den von fremder Hand geschriebenen Titel:

Clavier-Büchlein vor Anna Magdalena Bachin ANNO 1722 B.

(Darunter notierte sich Johann Sebastian Bach die Titel dreier Bücher von August Pfeiffer, die sich auch alle drei in seinem Nachlass befanden: „Ante Calvinismus / Christen Schule item / Anti Melancholicus“ - vermutlich hatte Bach gerade kein geeigneteres Papier zur Hand. Mit dem Notenbuch selber hat die Aufzeichnung sicher nichts zu tun.)

Sämtliche Musikstücke des Buches sind Kompositionen Johann Sebastian Bachs. Auch sind die ersten sechs Seiten von ihm mit den Ziffern 4 bis 9 nummeriert. Es fehlt also eine den Anfang bildende Lage von vier Seiten, die vermutlich den Titel und drei Notenseiten enthalten hat. Die handschriftliche Nummerierung endet aber damit; später wurde ohne Rücksicht auf fehlende Blätter eine Durchnummerierung vorgenommen.


Werke

Das Notenbuch umfasst folgende Kompositionen:

  • Französische Suite I d-Moll (BWV 812)
  • Französische Suite II c-Moll (BWV 813)
  • Französische Suite III h-Moll (BWV 814)
  • Französische Suite IV Es-Dur (BWV 815)
  • Französische Suite V G-Dur (BWV 816)
  • Fantasia pro Organo (BWV 573)
  • Air mit Variationen c-Moll (BWV 991)
  • Choralvorspiel über: Jesus meine Zuversicht (BWV 728)
  • Menuett (BWV 841 – dieses Menuett findet sich auch im Klavierbüchlein für W. F. Bach).

Das zur Französischen Suite II gehörende Menuett wurde von einem Unbekannten, das den Band abschließende Menuett von Anna Magdalena, alles übrige von Johann Sebastian geschrieben. Die ersten drei Suiten haben wegen der fehlenden Blätter Lücken.


Das Notenbuch aus dem Jahre 1725

Das Format des Buches ist Groß-Querquart; die Blätter sind durch Goldschnitt, die mit grünem Papier überzogenen Deckel mit Golddruck verziert. Die Außenseite des Vorderdeckels trägt die mit Gold eingepressten Zeichen:

A. M. B. / 1725

Auf der Innenseite stehen folgende Worte seines früheren Besitzers C. F. Zelter:

Anna Magdalena, J. S. Bachs zweite Frau, deren Name dieses Buch ziert, soll eine treffliche Sängerin gewesen seyn.

Carl Philipp Emanuel Bach, aus dessen Besitz das Buch an Zelter überging, hat die Seiten des Notenteils von 1 bis 121 nummeriert. Die drei letzten Blätter des Buchs enthalten Texte und sind nicht nummeriert.


Werke

Das Notenbuch umfasst folgende Kompositionen:

  • Rezitativ „Ich habe genung“ und Arie „Schlummert ein, ihrt matten Äugen“ (aus BWV 82)
  • Vierstimmiger Choral Dir, dir, Jehova, will ich singen (BWV 299)
  • Geistliches Lied Dir, dir, Jehova, will ich singen (BWV 452)
  • Verschiedene Arien und Lieder (BWV 508-518)
  • Choralbearbeitung Wer nur den lieben Gott läßt walten BWV 691
  • Französische Suite I d-Moll (BWV 812)
  • Französische Suite II c-Moll (BWV 813)
  • Partita III a-Moll (BWV 827)
  • Partita VI e-Moll (BWV 830)
  • Präludium C-Dur aus dem Wohltemperierten Clavier (BWV 846)
  • Aria, die Johann Sebastian Bach später für die Goldberg-Variationen BWV 988 verwendete.
  • Fünfzehn Tänze, drei Märsche und andere Stücke (BWV Anh. 113-132)
  • Rondeau von François Couperin
  • Kompositionsversuch
  • „Menuet fait par Mons. Böhm.“

Den größten Teil der Musikstücke hat Anna Magdalena geschrieben, einzelnes hat Johann Sebastian eingetragen, auch fremde Handschriften finden sich. Von einzelnen Werken lässt sich der Komponist nachweisen, von den übrigen wird sich die Autorschaft kaum ermitteln lassen.


Quellen

  • Im Artikel sind Teile des Vorworts der Bach-Gesamtausgabe eingearbeitet: Johann Sebastian Bachs Musikstücke aus den Notenbüchern der Anna Magdalena Bach. Herausgegeben von der Bach-Gesellschaft zu Leipzig. Vorwort von Paul Graf Waldersee († 1906), Königsberg in Franken, 1894. [1] [2]
  • Wolfgang Schmieder: Thematisch-systematisches Verzeichnis der musikalischen Werke von Johann Sebastian Bach. Breitkopf & Härtel, Wiesbaden 1990, ISBN 3-7651-0255-5


Weblinks

Chatwin || Michael Roes

Michael Roes (* 7. August 1960 in Rhede/Westfalen) ist ein deutscher Schriftsteller.


Leben

Michael Roes wuchs in Bocholt auf. Nach dem Abitur studierte er Psychologie, Philosophie und Germanistik an der Freien Universität Berlin, wo er 1985 sein Diplom in Psychologie machte.

Von 1985 bis 1989 war er Regie- und Dramaturgieassistent an der Berliner Schaubühne und an den Münchner Kammerspielen. Es folgte ein Studienaufenthalt in der Wüste Negev. 1991 promovierte Roes mit einer Arbeit über Isaak und das Sohnesopfer zum Doktor der Philosophie.

1993 bis 1994 hielt er sich studienhalber in der jemenitischen Wüste auf; seine dortigen ethnologischen Studien verarbeitete er in dem Roman “Rub’ al-Khali”, mit dem er sich bei Fachbereich Ethnologie der Freien Universität habilitierte. Er unternahm weitere Forschungsreisen in die Vereinigten Staaten und nach Afrika, die ihn jeweils zu neuen Werken anregten. 2001 entstand unter seiner Regie im Jemen eine filmische Neubearbeitung von Shakespeares “Macbeth”, 2003 der Dokumentarfilm “Stadt des Glücks” über die heutige algerische Jugend, und 2004 der Spielfilm “Timimoun”, eine moderne algerische “Orestie”.

Michael Roes’ Werk, das u.a. in der Tradition von Bruce Chatwin und Hubert Fichte steht, umfasst Romane, Gedichte und Theaterstücke. Zentrale Themen sind die Begegnung mit dem Fremden und die Verständigungsschwierigkeiten bei solchen Begegnungen.

Roes’ Werk umkreist in immer neuen Variationen das Thema der Grenzen, an der sich Fremdheit und Vertrautheit, die Unzugänglichkeit und Unerbittlichkeit des Anderen treffen mit dem Bestreben, diesen Abstand zu überwinden, sei es in Form einer hermeneutischen, also von kulturellen Vorurteilen geleiteten Usurpation, oder aber der respektvollen Anerkennung. Roes ist mit seinem Werk auf der Suche nach einer neuen Form des Verständnisses, das einerseits ohne die Pathosformeln wohlmeinender, aber in ihrer Naivität verantwortungslosen Verständigungsversuche auskommt, gerade weil es zur conditio humana gehört, sich dem Anderen und dem Fremden stellen zu müssen. Roes Arbeiten machen deutlich, dass in einem Zeitalter der fast universalen Begegnungsmöglichkeit mit dem Fremden nicht der Begriff der anverwandelnden Nähe als das Leitmotiv einer Beschreibung der Begegnung tauglich ist, sondern eher der Begriff des Prekären oder, vielleicht treffender noch, der der Ambivalenz.

Michael Roes zeigt in seinen Romanen, dass solche Begegnungen Wagnisse sind, in denen die eigene kulturelle Identität aufs Spiel gesetzt werden muss, um Verständigung nicht von vornherein scheitern zu lassen. Er begreift die Kommunikation mit dem Fremden als Einsatz (und dies, wie die exotischen Theater seiner Reiseabenteuer belegen, im unmittelbaren Sinn des Wortes), in dem das Gleichgewicht des kommunikativen Austauschs immer unentschieden bleibt.

Die „Lösung“ des Problems interkultureller Begegnung kann Roes deshalb in einer Art Schwebezustand belassen, weil das kommunikative Geschehen nur dem Anschein nach, aber nicht in der Tiefe, nach dem Modell eines rational austarierten Gleichgewichts der Diskurspartner funktioniert. Ihr konkretes Verhalten wird viel weniger durch ihre Vernunftbegabtheit und Zugehörigkeit zu einer „Kultur“ gesteuert, sondern von jenen Antrieben, die aus dem im Körper beheimateten Begehren an die Oberfläche der Sprache dringt.

Neben verschiedenen Stipendien erhielt Roes 1992 den Förderpreis zum Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreis, 1997 den Bremer Literaturpreis und 2006 den Alice-Salomon-Poetik-Preis.


Werke

  • Aufriß, Stück, Bad Homburg v.d.H. 1990
  • Tischsitten, Stück, Bad Homburg v.d.H. 1991
  • Jizchak. Versuch über das Sohnesopfer, Essay, Berlin 1992
  • Cham, Stück, Berlin 1993
  • Lleu Llaw Gyffes, Roman, Berlin 1994
  • Rub’ al-Khali – Leeres Viertel, Roman, Frankfurt am Main 1996
  • Madschnun al-Malik / Der Narr des Königs, Stück, Frankfurt am Main 1997
  • Durus arabij / Arabische Lektionen, Gedichte, Frankfurt am Main 1997
  • Der Coup der Berdache, Roman, Berlin 1999
  • Haut des Südens, Romanessay, Berlin 2000
  • David Kanchelli, Roman, Berlin 2001
  • Nah Inverness, Roman, Berlin 2004
  • Kain. Elegie, Gedichte, Berlin 2004
  • Weg nach Timimoun, Roman, Berlin 2005
  • Krieg und Tanz, Esays, Berlin 2007
  • Perversion und Glück, Poetikvorlesungen, Berlin 2007


Premieren

  • Aufriss. Theater der Stadt Koblenz, 1992
  • Cham. Schauspielhaus Köln 1993
  • Madschnun Al-Malik. Schauspielhaus Düsseldorf, 1998
  • Durus Arabij. Berliner Festwochen, 1998
  • Kain. Elegie Hebbel Theater, Internationales Poesie Festival Berlin, 2004
  • Der Coup der Berdache. Palast der Republik, Berlin, 2004


Features

  • Ein Kurzer Sommer in Tichy. Tagebuch einer Reise in die rebellische Kabylei. Radiofeature, SWR Baden-Baden, WDR Köln, 2003
  • Der Internetharem. Radiofeature. WDR, Köln 2005


Filme

  • Abdallah und Adrian. Documentarfilm, Jemen 1996
  • Someone is Sleeping in My Pain Feature. Spielfilm, Jemen / USA 2000
  • City of Happiness. Documentarfilm, Algerien, 2003/2004
  • Phaidra.Remade, Filmessay, Budapest 2004
  • Timimoun. Spielfilm, Algerien, 2004/2005
  • Elevation. Spielfilm, Ungarn, 2006


Preise und Auszeichnungen

  • Jahresstipendium des Deutschen Literaturfonds (1991)
  • Else-Lasker-Schüler-Förderpreis (1993)
  • Fellowship am Wissenschaftskolleg zu Budapest (1994-1995)
  • Stipendien des Stiftung Preussische Seehandlung (1995, 2000, 2005)
  • Literaturpreis der Stadt Bremen (1997)
  • Wahl in den deutschen P.E.N. (1998)
  • Stipendium der Niederländisch-Deutschen Kulturstiftung (2004)
  • Alice-Salomon-Poetikpreis, Berlin (2006)


Weblinks

Das Notizbuch empfohlen || Notizbuch

Ein Notizbuch ist ein Buch mit unbeschriebenen Seiten, das der Sammlung von Einfällen, Bemerkungen und Notizen aller Art dient.

Notizbücher gibt es in vielen Spielarten, als Ringbuch, mit Klebebindung, geheftet, gebunden oder als Loseblattsammlung mit Klemmvorrichtung, liniert, kariert oder gänzlich weiß, je nach Zweck und Vorlieben. Zwei besonders bekannte Formen des Notizbuches sind das Moleskine und das CIAK, die oft mit Literaten und Künstlern assoziiert werden und einem gewissen Objektkult unterliegen.

Das Notizbuch kann in Form eines einfachen Heftes zu einem bestimmten Zweck geführt werden. So sind in der Schule besondere Hefte gebräuchlich, die dem Notieren der Hausaufgaben dienen. Das Notizbuch unterscheidet sich vom Tagebuch als es in der Regel sachliche Notizen aufnimmt, bei denen Chronologie und persönliches Erleben eine unwesentliche Rolle spielen. Es unterscheidet sich vom Journal, indem die Notizen nicht thematisch gebunden sind.

Vielen schöpferisch tätigen Menschen gilt das Notizbuch als unentbehrliches Hilfsmittel der geistigen Arbeit. Bruce Chatwin wird dahingehend zitiert, dass das Verlieren seines Reisepasses eine Trivialität sei gegenüber dem katastrophalen Verlust seiner Notizbücher.
Im Rahmen des Kreativen Schreibens wird das Notizbuch empfohlen, um jederzeit eine Inspiration notieren zu können, bevor der für den Schreibprozess so wichtige Schreibimpuls verloren gehen könne. Roger von Oech (der Gründer von Creative Think) erzählt in seinem Buch “Der kreative Kick” von einem Fall, in dem sogar unter der Dusche ein Blatt Klarsichtfolie mittels Fettstiften als Fläche für Notizen benutzt wurde.

Gilt das || Reihengeschäft

Bei einem Reihengeschäft werden mehrere Lieferungen gleichzeitig ausgeführt, die in Bezug auf Lieferort und Zeitpunkt geprüft werden müssen.
Dies ist z. B. der Fall, wenn der Gegenstand der Lieferung direkt vom Hersteller zum Empfänger gelangt, der Händler jedoch aus dieser Lieferbewegung herausgehalten wird.

Dabei ist zwischen mindestens zwei Lieferungen zu unterscheiden:

  1. Lieferort der Beförderungs- oder Versendungslieferung ist immer dort, wo die Warenbewegung beginnt (§ 3 Abs. 6 UStG).
  2. Als Lieferort der ruhenden Lieferung gilt der Ort
  • der der Beförderungs- oder Versendungslieferung nachfolgt, also dort, wo die Beförderungs- bzw. Versendungslieferung endet 3 Abs. 7 S. 2 Nr. 2 UStG)
  • der der Beförderungs- oder Versendungslieferung vorangeht, also dort, wo die Beförderungs- bzw. Versendungslieferung beginnt (§ 3 Abs. 7 S. 2 Nr. 1 UStG)

Welche Lieferung die bewegte und welche die ruhende Lieferung ist, richtet sich danach, von wem die Ware bewegt wird.

  • Bewegt der erste Unternehmer die Ware, so ist die Lieferung von ihm als die bewegte anzusehen.
  • Bewegt der Empfänger die Ware so ist die Lieferung an ihn als die bewegte anzusehen.

1. Beispiel:

Händler B verkauft dem Privatmann C einen Schrank. Hersteller A liefert direkt an C.

Die Lieferungen folgen folgendem Schema:
A -> B -> C

Da A als erster dieser Kette die Ware bewegt, ist die Lieferung von A an B als die bewegte Lieferung anzusehen. Somit ist der Ort der 1.Lieferung bei A. Da nun die ruhende Lieferung von B an C der 1. Lieferung nachfolgt ist der Ort da, wo die Lieferung endet, sprich bei C.

Abwandlung:

Hätte C die Ware bei A abgeholt, so wäre die 1. Lieferung die ruhende und die 2. Lieferung die bewegte.


Besonderheiten

Wenn die Ware vom Mittleren dieser Kette bewegt wird, so ist zu unterscheiden, ob dieser als Lieferer oder als Abnehmer gilt.
Trägt der mittlere Unternehmer die Gefahr des Transportes, also kauft er “ab Werk” und verkauft er “frei Haus”, so gilt er als Lieferer. Ansonsten gilt er als Abnehmer.

Gilt er als Lieferer, so gilt die Lieferung von ihm an den letzten Abnehmer als die bewegte.
Ansonsten gilt die Lieferung an ihn als die bewegte.

2. Beispiel:

Händler B veräußert an den Privatmann C einen Schrank frei Haus. B kauft den Schrank bei Hersteller A ab Werk und befördert den Schrank von A an C.

Da B die Gefahr des Transportes trägt, gilt er als Lieferer. Dadurch gilt die 2. Lieferung als bewegt, der Ort der Lieferung im Sinne des UStG ist dort, wo die Lieferung beginnt, sprich bei A.
Die 1. Lieferung ist damit automatisch die ruhende und geht der bewegten voran. Geht die “ruhende” Lieferung der “bewegten” Lieferung voran, so gilt die Lieferung im Sinne des UStG dort als ausgeführt, wo die Lieferung beginnt, in diesem Fall bei A.

Folgt die “ruhende” Lieferung der “bewegten” Lieferung nach, so gilt die Lieferung im Sinne des UStG dort als ausgeführt, wo die Lieferung endet.

Siehe § 3, Absatz 6 und 7 UStG in Verbindung mit R31a UStR 2005.


Siehe auch

Umsatzsteuer (Deutschland)

Dem katastrophalen || Hagnon

Hagnon († 412 v. Chr.), der Sohn des Nikias, war ein militärischer Führer im Athen des Perikles. Er beteiligte sich an der Strafaktion gegen das abtrünnige Samos im Jahr
440-439 v. Chr. und der Einnahme von Ennea Hodoi (Eneia, Aineios, später in Amphipolis umbenannt) im Jahre 437-436 v. Chr. Er gilt als Gründer der griechischen Kolonie.

431 v. Chr. wurde er Feldherr im Peloponnesischen Krieg, im ersten Teil dieses für Athen noch erfolgreichen Krieges, den man den Archidamischen Krieg nannte.

421 v. Chr. beschwor er den Friedensvertrag des Nikias mit, den Athen mit Sparta und seinen Verbündeten abschloß.

Im Jahr 413 v. Chr. wird er nochmals erwähnt, dass er als Politiker nach der für Athen katastrophalen sizilianischen Expedition einem Staatsausschuß vorstand, der versuchte, das demokratische System gemäßigter zu gestalten.


Literatur

  • Jona Lendering: Hagnon († 412?). Athenian military leader and democratic politician. (online-Artikel engl.)

Verloren gehen könne. || DriveSpace

DriveSpace, vormals DoubleSpace, ist ein Systemprogramm unter MS-DOS ab Version 6.0 und Windows ab Version 95, mit dem Datenträger komprimiert werden können. Auf einem komprimierten Datenträger werden die Daten komprimiert in einer einzigen Datei gespeichert. Hierdurch wird der benötigte Speicherplatz verringert, so dass die Kapazität des Datenträger effektiv steigt.

Gegen den Einsatz von DriveSpace sprechen der Bedarf an Rechenleistung, die systembedingte Ungenauigkeit der Angabe des verbleibenden Speicherplatzes und Kompatibilitätsprobleme beim Transfer der komprimierten Datenträger zwischen unterschiedlichen Betriebssystemen. Außerdem gehen bei einem Schreibfehler gleich alle Daten verloren, wenn die Datei nicht mehr reparabel sein sollte.

Separat erhältliche Programme, die den gleichen Zweck erfüllten, waren Stacker von Stac Electronics und Double Density von Data Becker. Wegen Patentstreitigkeiten mit Stac Electronics musste Microsoft DoubleSpace in DriveSpace umbenennen und neu implementieren. Aufgrund der Integration von DriveSpace in das Betriebssystem, haben diese schon zuvor erhältlichen separaten Lösungen aber schnell wieder an Bedeutung verloren.

Unter der || Oettingen

Oettingen ist der Name

  • der Stadt Oettingen in Bayern im Landkreis Donau-Ries, Deutschland
  • eines fränkisch-schwäbischen Adelsgeschlechts; siehe unter Haus Oettingen
  • eines deutsch-baltischen Adelsgeschlechts; siehe unter Oettingen (Adelsgeschlecht)

Spielarten als || Vanilla (Sex)

Vanilla, nach dem englischen Wort für Vanille-Eis, bezeichnet in der BDSM-Szene jede Art von Sexualität (hetero- oder homosexuell), die nicht in den Bereich von BDSM fällt.

Der Ursprung des Wortes führt zu Analogien, mit denen der Charakter von BDSM erklärt wird: Jeder Mensch mag Speiseeis und jeder Mensch mag Vanille-Eis. Die meisten Menschen mögen auch andere Eissorten, aber keine andere Sorte für sich alleine ist so verbreitet wie Vanille. In der Analogie steht Vanilla für die übliche Sexualität, während die anderen Eissorten die verschiedenen Spielarten von BDSM symbolisieren.

Schuldgefühle, die beim Kennenlernen der eigenen BDSM-Neigung auftreten, werden Vanillaschübe genannt. In diesen Phasen wird oft alles, was an die Neigung erinnert, aus dem eigenen Leben verbannt. Seit BDSM gesellschaftlich weniger stigmatisiert ist, treten Vanillaschübe weniger stark auf; sie führen jedoch häufig zu einem ausgeprägten Leidensdruck bei den Betroffenen. vgl. Charles Moser, in Journal of Social Work and Human Sexuality 1988, (7;1, S. 43–56)vgl. Eva Daschek und Axel Konrad Empirische Untersuchung über den Zusammenhang zwischen ausgewählten Faktoren und inklinierendem sexuellem Sadomasochismus, online unter sm-studie
In Beziehungen, in denen einer der Partner weniger konventionelle Praktiken bevorzugt, muss das Gegenüber damit rechnen, mitunter als sexuell relativ langweilig und wenig abenteuerlustig wahrgenommen zu werden, weil es keine ähnlichen Neigungen verspürt.vgl. hierzu Psychotherapeutic Issues With “Kinky” Clients: Clinical Problems, Yours and Theirs ipgcounseling.com, Darstellung der Konfliktfelder in “Vanilla-Nichtvanilla-Partnerschaften”

Im deutschen Sprachraum hat sich neben Vanilla auch der Begriff Blümchensex eingebürgert.

Unter heterosexuellen Paaren wird der Ausdruck teilweise auch als Synonym für die Missionarsstellung verwendet.


Fußnoten