Wird dahingehend zitiert || Katalepsie

Katalepsie (griechisch κατάληψη, katálipsi - das Besetzen, Festhalten), bezeichnet einen krankhaften Zustand, in dem aktiv oder passiv eingenommene Körperhaltungen übermäßig lange beibehalten werden. Wird zum Beispiel ein Bein passiv von der Unterlage abgehoben, bleibt dieses nach dem Loslassen in der Luft. Diese Störung tritt vor allem bei schizophrenen Erkrankungen auf, aber zum Teil auch bei organischen Hirnerkrankungen. Die Katalepsie ist oft vergesellschaftet mit einer starken psychomototischen Verlangsamung und einer ausgeprägten Störung des Antriebs, ein Zustand, der als Stupor bezeichnet wird. Von einer Katalepsie Betroffene weisen nicht selten eine wächserne Erhöhung des Muskeltonus bei passiven Bewegungen auf, die sog. Flexibilitas cerea.

Quellenangabe

Sinngemäß zitiert aus Dieter Ebert. Psychiatrie systematisch. UNI-MED-Verlag. 6. Auflage, 2005.

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